Bremer Innenstadt – Erinnerung an andere Zeiten zwischen Shopping und Erlebnis

Deutsche Innenstädte veröden zusehends. So sagt man zumindest. In meiner rheinhessischen Wahlheimat kann ich keine Vergleiche zu früher ziehen, doch in der Heimatstadt Bremen fällt es bei jedem Besuch erneut auf, wie trostlos, verlassen und eintönig einige Ecken der Innenstadt geworden sind. Und das nicht erst seit der Pandemie und den gewachsenen Leerständen. Das Sterben der großen Kaufhäuser begann bereits vor drei Jahrzehnten. Und seitdem hat sich vieles verändert. Zeitgeist, Konsumverhalten und auch die Bedeutung einer Innenstadt. Damals war ein Bummel „in die Stadt“ für mich noch mehr als nur der notwendige Einkauf. Seit der frühen Kindheit war es ein Erlebnis, das ich mit vielen weiteren Eindrücken verknüpfte. Und in die Achtziger und Neunziger geht es nun zurück. In eine Zeit, wo die Geschäfte in der City noch um 18:30 Uhr schließen mussten – und am Samstag sogar schon am frühen Mittag.

Die Sögestraße. Bekannte Einkaufsmeile in Bremen, die Besuchern noch viel vom alten Glanz vermittelt.

Die Sögestraße. Bremer Einkaufspassage, die der bronzene Schweinehirt mit seiner Herde einläutet.

Als „Butenbremer“ (im Exil lebender Bremer) muss man an Enttäuschung so einiges wegstecken können. Nicht nur in Sachen Bundesliga. Als es mich vor zwölf Jahren fast 500 Kilometer weiter südlich zog, war klar, dass ich die Heimatstadt nur noch alle paar Monate zu Gesicht bekommen werde. Und erst Jahre später wurde deutlich, was damit noch alles aufgegeben wurde. Und welche Qualitäten von Bremen ich erst nachträglich schätzen lernen sollte. So ist der Blick von außen auf die Stadt, in der man aufgewachsen ist, natürlich ein etwas kritischerer, als wenn man sein ganzes Leben mit Scheuklappen einzig dort verbracht hat.

Was die Stadtplanung betrifft, so war ich schon als Ansässiger oft uneins, wie gewisse Bauvorhaben zu bewerten sind. Ob man einfach darüber schmunzelt oder sich in Grund und Boden fremdschämt. Auf der einen Seite das historische Vermächtnis, das diese Stadt einzigartig und besonders macht. Und dann das planlose, städtebauliche Herumgedokter, mit dem seit Jahrzehnten die mehr als tausend Jahre alte Stadt an vielen Ecken und Enden entfremdet wird. Die ganzen Pleiten, Bausünden und Fehlplanungen, die sich wie ein roter Faden durch die Stadtgeschichte ziehen. Und dazu zählen nicht nur zur Welt gebrachte Kopf­geburten wie der „Space Park“ oder der berühmt-berüchtigte „Klangbogen“.

Schon zu oft entstand im kleinsten Bundesland der Eindruck, dass mal wieder jene aus Politik und Wirtschaft verantwortlich waren, die kopflos irgendwas irgendwo hingesetzt haben. Und weder eingesehen noch verstanden haben, mit was für einem wertvollen Nachlass sie da gerade herumspielen. Ähnlich, als wenn ein paar Schimpansen die Bundeslade finden und sie fortan zum Bunkern von Bananen nutzen. Aber Politik ist zum Glück nicht das Thema, auch wenn es mit dem Stadtbild eng zusammenhängt. Und man Bremens trostlose Innenstadt zur Abwechslung auch nicht der Politik allein in die Schuhe schieben kann. Um zu verstehen, was damals alles anders war, geht es nun zurück in die alte Bremer Innenstadt, wie sie in meiner Erinnerung festgenagelt ist.

Längst verblasste Firmenlogos von kleineren und größeren Geschäften in der Bremer Innenstadt, die es in dieser Form nicht mehr gibt. Elektrokaufhaus Brinkmann (Obernstraße), Saturn-Hansa (Faulenstraße), Horten (Papenstraße), Montanus aktuell (Obernstraße und später Sögestraße), Dörrbecker (Sögestraße), Cinemabilia (Kahlenstraße) und Barlage (Schüsselkorb).

„Wir gehen in die Stadt!“ – als schon der Weg das Ziel war

Ein Streifzug in die Bremer Innenstadt gehörte für mich seit frühester Kindheit zum festen Ritual. Oft zusammen mit den Großeltern, die nie ein Auto besessen hatten. Und wenn es hieß: „Wir gehen in die Stadt!“, dann war das auch wörtlich zu verstehen. Und schon der Weg dorthin wurde zum Erlebnis. War es halbwegs trocken (Nieselregen lässt man in Bremen noch als „heiter“ durchgehen), ging es von Findorff aus erstmal zu Fuß über die große Bürgerweide in Richtung Hauptbahnhof. War gerade Freimarkt oder Oster­wiese, hatte dieser lange Fußmarsch noch einen zusätzlichen Reiz. Und wenn nicht, blieb ja noch die enorme Weite, die Bremens größte Veran­staltungs­­­fläche bot.

Diese war damals an den Rändern auch noch nicht mit Messehallen zugebaut. Dafür stand ab 1983 auf der Bürgerweide eine massige Eislaufhalle herum. Man könnte auch sagen mitten im Weg. Die man theoretisch überall hätte bauen können – entschied man sich für die tollpatschigste Variante. Man stelle sich vor, mitten auf der Theresienwiese wäre eine Bowlingbahn in der Größe eines Warenhauses errichtet worden. Im protestantischen Bremen war Sünde immer möglich, für alles andere bestand kein Geld. Nach nur zehn Jahren im Betrieb, und einer Ehrenrunde von Katarina Witt, war 1996 dann Schicht auf dem Eis und das acht Millionen teure Bauwerk wurde wieder abgerissen.

Und dann bot die Bürgerweide noch ein paar Details, an die sich heute sicherlich kaum noch jemand erinnert. Einmal die hexa­gonalen Begrenzungs­poller, die überall wie Pilze herumstanden und gern als Sitzfläche genutzt wurden. Und dann war, sah man genau hin, die Bürgerweide in den Achtzigern regelrecht mit Aluminiumschrott zugemüllt. Auslöser war, dass Getränkedosen damals noch den „Ring-Pull“-Verschluss hatten, der schlicht abgerissen und wie eine Kippe weggeworfen wurde. Und jeder Tölpel mit Coladose über die große Fläche verteilt seine Marke hinterlassen hat.

War die Bürgerweide geschafft, ging es neben dem ehemaligen Lloydbahnhof durch den Lloydtunnel. Der mit den verputzen runden Steinen und den kreisrunden Wandkacheln, die man auch im Brilltunnel wiederfand. Die Atmosphäre in diesem langen und kaum beleuchteten Tunnel hatte immer etwas Eigenartiges und Bedrückendes an sich, was durch den typischen Geruch noch verstärkt wurde. Ein direkter Durchgang am Hauptbahnhof existierte bis 1988 nicht, so dass der Lloydtunnel als auch der verlotterte „Gustav-Deetjen“-Tunnel die beiden einzigen Fußgängerverbindungen von der Bürgerweide zur Innenstadt bildeten. Vor 20 Jahren wurde der Lloydtunnel dann für immer zugemauert.

Am Ende des dunklen Tunnels mussten sich die Augen erst wieder ans Tageslicht gewöhnen. Man betrat den Bahnhofsplatz. Das markante Mosaikplaster aus dunkelgrauen, beigen und bräunlichen Kacheln war einprägend. Vorbei ging es an „Kieferts Wurstpavillon“, wo es stets gute Bratwurst gab, dann über die Gleise der Straßenbahn zu einem überaus ansprechenden und weitläufigen Platz, der nur mit Haltestellen, dem Pavillon der Touristeninformation sowie vielen Bäumen und Sitzgelegenheiten bestückt war. Und es standen hier und über die ganze Innenstadt verteilt Wasserspiele herum. Bei den Fontänen am Bahnhofsplatz, wo laut Großeltern die „Penner sich die Füße waschen“, wollte ich im Sommer immer ins große Becken springen, was mir aber strikt verboten wurde.

Im neuen Jahrtausend entschied man sich zum Umbau des Bahnhofsplatzes und krempelte das Bild einmal komplett um. Statt Bäumen, Wasserspielen und Sitzbänken fand sich dort nun eine mit 5.000 qm Größe aus der Form geratene Skateranlage, die Touristen schon an der Bahnhofspforte dezent darauf hinwies, dass in Bremen die Uhren anders gehen. Und die man mal wieder überall hätte bauen können. Vermutlich war der Verantwortliche derselbe, der 20 Jahre zuvor euphorisch das Wort „Eislaufhalle!“ herausblies. Seit 2012 ist auch die Skateranlage passé. Stattdessen steht nun der plumpe Mehrzweck­komplex „City-Gate“ im Weg – und hält kaum den nötigen Hygieneabstand zum  schützenswerten Hauptbahnhof ein.

Links die vom Brutalismus („roher Beton“) inspirierte Eislaufhalle (1983-1996) und daneben die „Stadthalle Bremen“ Mitte der Achtziger vor dem Umbau, der Neubepinselung und Umbenennung im Jahr 2004. Inzwischen hört das Bauwerk auf den Namen „ÖVB-Arena“, musste davor aber auch belanglose Decknamen wie „AWD-Dome“ (2005-2009) und „Bremen-Arena“ (2009-2011) ertragen. Rechts der alte Bahnhofsvorplatz mit den charakteristischen Wasserspielen und dem alten Mosaik-Pflaster (1988).

Mittelpunkt Sögestraße – Bremens Tor in die Innenstadt

Vom Hauptbahnhof ging es durch die Bahnhofstraße, vorbei am ehemaligen Europa-Kino, über den Wall in Richtung Sögestraße. Das war und ist quasi Bremens Tor zur Innenstadt, gehen vom bekannten bronzenen Schweinehirten mit seiner Herde auch die Knochenhauer­straße und der Schüsselkorb ab. Die Sögestraße wurde 1973 in eine Fußgängerzone umgewandelt und bekam diese rötlichen, hexagonalen Pflastersteine, die fast dreißig Jahre lang das Bild der Innenstadt geprägt haben. Auch in der Obernstraße wechselten sich rötliche und dunkelgraue Steine in Wabenform ab, die der damalige Architekt und Hobbyimker für Bremen entworfen hat.

Hexagonal war ja nicht nur das Pflaster, sondern auch die Blumenkübel, die Sitzgelegenheiten aus dunkelbraunem Holz sowie die Fontänen. Der wabenförmige Spritzbrunnen in der Sögestraße hat immer die halbe Fußgängerzone überschwemmt, was ich als Kind ziemlich lustig fand. Und die Sitzgelegenheiten waren für mich wieder tabu, da entweder Touristen oder eben Penner da meist draufgesessen haben. Ähnlich den Rathausbänken, auf die sich auch kein Bremer freiwillig raufsetzen würde. Vor zwanzig Jahren wurden die Pflanztröge als auch das prägnante Wabenmuster wieder entfernt und die Innenstadt bekam ein Granitpflaster.

Was die Geschäfte in der Sögestraße betrifft, fällt mir spontan Bremens ältestes Schreibwaren­geschäft Dörrbecker (existierte seit 1861) ein, das 1996 nach 135 Jahren dicht machte. Das war mein Ort, wo nach den Sommerferien stets die komplette Ausrüstung fürs kommende Schuljahr gekauft wurde. Was Büroartikel betraf, gab es faktisch nichts, was Dörrbecker im großen Laden auf drei Etagen nicht irgendwo gebunkert hatte. Dieses enorme Angebot an Schreibstiften und  Füllfederhaltern wäre heute kaum mehr möglich. Damals haben Leute ja auch noch handschriftlich Briefe verfasst. Als Nachfolger kam anschließend der Buchladen „Montanus“, der zuvor in der Obernstraße sein Geschäft hatte.

Gehe ich in der Erinnerung ein paar weitere Schritte durch die alte Sögestraße, fällt auf, dass damals noch so viele Straßenkünstler unterwegs waren. Die Portraits zeichneten, Bilder verkauften oder mit Kreide das Pflaster bemalten. Überhaupt war Straßenkunst in der gesamten Innenstadt populär. Ob es nun die peruanischen Musiker mit den Panflöten, Orgeldreher, Jongleure oder kleine Theatergruppen waren. Straßen­kunst gehörte zum inneren Stadtbild dazu. Und ist heute so gut wie verschwunden. Wenn überhaupt, wird man noch kunstvoll um ein paar Münzen angebettelt – oder jemand hat nachts in einem Anflug von Kreativität seine Initialen ans Schaufenster geschissen.

Und dann fand sich über die Innenstadt verteilt noch bis in die späten Neunziger Bertelsmanns Drückerkolonne wieder, die einen die Mitgliedschaft im hauseigenen „Der Club“ andrehen wollte. Als Mitglied bei Bertelsmann verpflichtete man sich, mindestens ein Produkt pro Quartal zu kaufen und bekam als Gegenleistung Sonderausgaben von Büchern, die sich meist nur durch ein anderes Cover von den Originalausgaben unterschieden haben. Hatte man seine Pflicht einmal vergessen, bekam man von Bertelsmann freundlicherweise ein zufälliges Buch geliefert. Das man natürlich bezahlen musste.

Ging man von der Sögestraße aus weiter in die Knochenhauer­straße, fand sich rechts neben Bertelsmanns literarischer Knechtschaft der Deko-Dealer „Nanu-Nana“ und links der Anarchistenausstatter „Go Bäng!“, wo es schon mal etwas strenger roch. Hatte man sich an den Punk-Utensilien unauffällig vorbei­geschummelt, ging es direkt ins Untergeschoss zum Plattenladen Deejays, wo ich Mitte der Neunziger viel Zeit und Geld gelassen habe. An mehreren Turntables konnte man in Ruhe Platten vorhören und nahm beim Verlassen ein paar Flyer sowie die kostenlose „Frontpage“ mit. Der zweite Plattenladen war „Barlage“ (bis 1998) am Schüssel­korb, eigentlich ein HiFi-Geschäft, wo es im Untergeschoss ebenfalls Vinyl aus dem elektronischen Bereich gab.

Die Knochenhauerstraße vor gut 30 Jahren. Als dort Quelle noch eine Filiale hatte. Daneben „Prenatal“, „Nanu-Nana“, Bertelsmann, Reformhaus Lichte und Schuhhaus Meinke (1992). In der Mitte „Barlage“ am Schüsselkorb (1994) sowie rechts die alte Sögestraße mit dem rötlichen Wabenpflaster und den hexagonalen Pflanzenkübeln (um 1976).

Obernstraße – Bremens Einkaufsstraße mit Geschichte

Die Obernstraße ist Teil der innerstädtischen Fußgängerzone und wohl mit die wichtigste Einkaufsstraße. Sie war bereits im Mittelalter eine der großen Hauptstraßen in Bremen, die vom Dom über den Marktplatz entlang bis hin zur alten St. Stephani-Kirche führte. Als Tourist kam man nicht daran vorbei. Nachdem man zuvor Roland und Rathaus bestaunt hat. Und sich bei den berühmten Bremer Stadtmusikanten irritiert fragte, wer diese Bronzeplastik im Westen­taschen­format anstelle den echten Figuren dort platziert hat. Erahnte dann, dass diese Bescheidenheit wohl gewollt und als Gegengewicht zu den prachtvollen Kaufhäusern gedacht war, die nun alle folgen sollten. So zumindest früher.

Auch heute noch beginnt der Einkaufsbummel mit Karstadt, dem einzig übrig gebliebenen großen Kaufhaus in der Innenstadt. Das Anfang der Dreißiger errichtete Bauwerk gilt als größtes Warenhaus in Bremen. Als man 1971 auch das DeFaKa-Warenhaus nebenan übernahm, war Karstadt auf 32.000 qm Verkaufsfläche angewachsen. Und diese Einkaufswelt auf sechs Etagen zählte stets zu meinen bevorzugten Adressen. Bereits in den Achtzigern war im Untergeschoss der legendäre „Musik-Laden“ untergebracht und Karstadt warb noch 1986 damit, Bremens größte Schallplattenabteilung zu besitzen. Hatte sich der „Musik-Laden“ in den letzten Jahren eher bieder und nüchtern präsentiert, war er in den Achtzigern (ähnlich einer Disko) noch eine brachiale Kultstätte mit Riffelblechverkleidung, Stroboskop, Metallgittern und knallbunten Neonröhren.

Und neben dem monumentalen Karstadt existierten damals noch so viele weitere kleinere Läden, die sich auf Medienartikel fokussiert hatten. Heute hat man den Eindruck, die Innenstadt besteht fast nur noch aus Textil-, Duftwasser-, Euro- oder Mobilfunkshops. An der Ecke Papenstraße zur Großen Hundestraße war z. B. der Plattenladen JPC auf zwei Etagen. Und ging man von der Obernstraße in die Kahlenstraße, entdeckte man dort Cinemabilia, einen nur 25 Quadratmeter kleinen Fachladen für Filmartikel. Das war in den frühen Neunzigern für mich die Anlaufstelle, um Filmplakate zu kaufen, mit denen ich das Jugendzimmer dekorierte. Später zog der Laden in die Martinistraße um und hatte dort 150 Quadratmeter Fläche.

Die Obernstraße weiter runter fand sich Hertie, das in den Sechzigern ein üppiges Kaufhaus in grauer Granitoptik errichtete. Ähnlich einer Ritterburg gab es auch einen Hertie-Turm sowie eine Hertie-Brücke, die ins benachbarte Lager führte. Was wirklich kurios ist und damals niemand richtig verstanden hat: Im September 1985 wurde die alte Fassade aufwendig durch Verbundglas und rötliche Backsteine komplett erneuert. Zudem wurde der Turm auf 36 Meter aufgestockt. Danach machte das Gebäude richtig was her und wurde zum Blickfang. Und keine fünf Monate später entschied Hertie, den Standort in Bremen aufzugeben. Wenig später wurde es dann tatsächlich abgerissen und seit 1988 steht dort das „Bremer Carrée“. Lustige Randnotiz: In den über dreißig Jahren war ich da nur ein paarmal drin. Bin mit einer Rolltreppe nach oben in einen Jeansladen gefahren, dessen Namen ich vergessen habe. Und der auch schon lange nicht mehr existiert.

Dafür sprudelt die Erinnerung wie ein Wasserfall, wenn es um das direkt gegenüber gelegene Elektrokaufhaus Brinkmann (1983-2001) geht. Was Elektro und Technik betraf, hatte Brinkmann ein wahrlich reichhaltiges Angebot. Im Untergeschoss war die CD-Abteilung und die ganze oberste Etage mit Musikinstrumenten belegt. Und dann fand sich bei Brinkmann etwas Anachronis­tisches, das man heute eher im Kafka-Roman als im Technik­warenhaus vermuten würde. Wollte man nämlich ein Elektroteil kaufen, musste man zuerst einen Verkäufer suchen, der einen eine mit Stempel und handschriftlichen Kürzeln versehene Quittung endlos ausstellte. Die man an der Kasse bezahlte – und dann im Drucker in einen neuen Beleg umgewandelt und mit weiteren Stempeln versehen wurde. Damit ging man dann zur Warenausgabe und fragte sich draußen, ob diese kryptische Brinkmann-Quittung irgendwann vielleicht nicht mehr wert sei als der Walkman, den man soeben erworben hatte.

Die Obernstraße in den Achtzigern. Links der Blick vom Brill aus mit den Bekleidungsläden „M3“, „Schuh Basar“ und Herrenausstatter „Finke“. Dahinter bereits sichtbar das frisch gebaute „Bremer Caree“ (1988). In der Mitte Elektrohaus Brinkmann und rechts Hertie kurz vor der Schließung und dem Abriss (1986).

Horten – imposantes Kaufhaus an der Papenstraße

Mit sechs Etagen und 18.500 qm Verkaufsfläche eröffnete Horten (1972 – 2020) ein Kaufhaus in Bremen, das wie kein anderes der Bremer Innenstadt in der Erinnerung hängengeblieben ist. Von außen mit den typischen „Hortenkacheln“ verkleidet und innen eine gut 30 Meter hohe Lichtsäule, die baumartig vom Untergeschoss in die Höhe wächst. Dieser „Rolltreppenlichthof“ hat bereits in den frühen Achtzigern fasziniert, wenn es in die Spielwarenabteilung nach ganz oben ging. Ich versuchte mich jedes mal daran, alle Lampen zu zählen. Und wusste gleich, was ich später einmal werden will. Nämlich der Typ, der in dem riesigen Ding herumklettert und kaputte Lampen austauscht.

Was ich damals nicht wusste, und mich in meiner kindlichen Ungerührtheit auch kaum gestört hätte, war, dass für den Horten-Neubau das größte Gebäude Bremens im Stil der Neorenaissance abgerissen wurde. Das Lloydgebäude (1910-1969) war durch den Krieg zwar beschädigt, aber nicht so, dass man es nicht hätte wieder herrichten können. Schaut man sich alte Fotos dieses glanzvollen Bauwerks an, bekommt man vor Ehrfurcht fast Gänsehaut. Und wenn man dann überlegt, dass es durch einen Konsumtempel mit Plastikkacheln als Fassade sowie Bodenbelägen mit Gumminoppen ersetzt wurde, kommt einen die Idee, eine Eislaufhalle mitten auf der Bürgerweide zu errichten, gar nicht mehr so hirnverbrannt vor.

Der 30 Meter hohe Rolltreppenlichthof im Zentrum des Horten Kaufhauses hat bereis als Kind fasziniert. Sieht man genau hin, erkennt man, dass gut die Hälfte der Glühlampen durchgebrannt ist.

Wie dem auch sei, dieses gigantische Horten war für mich viele Jahre ein Hort der Entspannung, wo es immer wieder Spaß machte, mit den vielen Rolltreppen von einem ins nächste Stockwerk zu fahren. Um sich zu sammeln und dort herum­zustöbern. Und natürlich auch zum Einkaufen. Im dritten Stock gab es bis in die späten Neunziger neben Bettwaren, orientalischen Teppichen und Lampen die ehemalige Technikabteilung, wo Computerspiele und Desktop-PCs aufgestellt waren. Seltsamerweise waren damals Computer- und Videospiele noch getrennt. Die Videospiele gab es nämlich eine Etage höher in der Spielwarenabteilung. Das war auch mit der reizvollste Ort, wurde die oberste Etage zur Weihnachtszeit immer reichlich dekoriert und eine Ecke zu einer großen Fundgrube umgewandelt.

In den frühen Neunzigern installierte man dann einen gläsernen Außenaufzug, um den Ort noch exklusiver zu machen. So richtig ausgereift war die Idee aber nicht, passten nur wenige Leute hinein und die Wartezeit war dementsprechend lang. Der Aufzug war vermutlich auch mehr als prunkvolles Aushängeschild als schnelle Abkürzung gedacht. Und es hatte auch etwas, mit einem Panorama-Aufzug wie Rockefeller bis aufs Dach zu fahren. Irgendwann war das Gerät defekt und stand still. Anstatt einen Blaumann mit Werkzeugkoffer zu rufen, wurde der Aufzug schlicht geschlossen, gammelte vor sich hin und stand die letzten Jahre als Sinnbild für das marode Horten, das 1994 von Kaufhof übernommen wurde.

Als Kaufhof Ende der Neunziger einsehen musste, dass die Technikabteilung nicht mehr wettbewerbsfähig ist, wurden die beiden obersten Etagen pragmatisch an Saturn abgegeben. So gab es nun zwei Kaufhäuser in einem großen Gebäude. Später wurde noch der Supermarkt im Untergeschoss an Edeka vermacht, aber langfristig war das Schicksal des riesigen Bauwerks besiegelt – in einem Umfeld, wo sukzessive die Umsätze wegbrechen. Nach 48 Jahren war dann Schicht im Rolltreppen­schacht und Kaufhof schloss für immer alle Türen. Nun ja, fast alle. Zwei der fünf Eingänge sind derzeit noch geöffnet, da Saturn in den oberen Etagen wie ein vergessener Regenschirm weiterhin existiert. Und wo es nebenbei bemerkt derzeit auch etwas trostloser als sonst ausschaut.

Die ehemalige Jeansabteilung in der zweiten Etage von Horten (bzw. Kaufhof) kurz nach der Schließung im Oktober 2020. Da Saturn weiterhin geöffnet ist, muss man nun durch ein gespenstisch verlassenes Kaufhaus laufen, um weiterhin oben beim Saturn anzukommen.

Am Brill – von der Fußgängerunterführung zum Schmuddeltunnel

Hatte man die Obernstraße durchquert, kam man direkt zur Brillkreuzung, wo die Innenstadt früher noch nicht zu Ende war. Hier existierte einst der Brilltunnel für Fußgänger, der 1968 als städteplanerisches Großprojekt mit vierzehn Zugängen (davon sechs mit Rolltreppen) errichtet wurde. Als Fußgänger konnte man in diese künstlich beleuchtete Unterwelt hinuntersteigen, um so die Kreuzung zu überqueren, ohne vom Verkehr darüber gestört zu werden. Auch wenn der Tunnel der Ideologie der Sechziger nach mehr angelegt wurde, damit das lästige Fußvolk den unantastbaren Verkehr nicht mehr stört.

Kleinere Geschäfte wie ein Kiosk, ein Klamottenladen sowie eine Reinigung siedelten sich auf den 4.000 Quadratmetern an, und auch eine Würstchenbude durfte nicht fehlen. Das alles funktionierte die ersten Jahrzehnte ziemlich gut und wertete die Kreuzung auf. Und auch für mich gehörte der Brilltunnel ab den frühen Achtzigern als Meilenstein mit dazu, wenn es in die Innenstadt ging. Denn der Tunnel war mehr als nur Abkürzung zu den roten Fußgängerampeln darüber. Allein schon akustisch war es einprägend, wenn die Straßenbahn über die Kreuzung donnerte und man unten die Vibrationen spürte. Dazu diese intensive Geruchsmischung, die man schon auf den Rolltreppen vernahm.

Und auch optisch war der Tunnel noch bis in die Neunziger ein Ritt in eine alte, vertraute Welt. Man spürte das Flair vergangener Jahrzehnte bei willkürlich zusammen­gestellten Bauelementen. Da waren dunkle Schieferplatten, die sich mit kreisrunden Wandfliesen in grün und rot abwechselten, verwinkelte Ecken und dunkle Betonsäulen. Die Deckenplatten waren aus billigem Kunststoff und die Neonröhren ungleichmäßig verteilt. Einige waren auch hinüber oder flackerten vor sich hin. Der Zeitgeist der Neuzeit, alles hell, symmetrisch und konform zu gestalten, war hier noch nicht angekommen. Der Brilltunnel war ein dunkles, polymorphes Monstrum. Nicht wirklich ästhetisch, aber mit Charakter.

Und er war praktisch. So konnte man nicht nur die Sparkasse und das „Bettenhaus Wührmann“ vom Tunnel aus betreten, sondern auch die Kaufhalle (1964-2001), die im Untergeschoss einen eigenen Zugang besaß. Die Kaufhalle war eine Art kleineres Warenhaus auf drei Etagen, wo es alles Mögliche für ein paar Mark gab. Ganz unten fand sich ein Schlüsseldienst, der auch Schuhe reparierte. Daneben Textilien, Spielsachen und das, was man am besten mit Nippes umschreiben könnte. Es gab seltsamerweise drei Rolltreppen. Zwei verbanden das Unter- mit dem Erdgeschoss und eine führte rauf in die erste Etage. Wieder runter musste man latschen. Dafür gab es ja das aus der Zeit gefallene Treppenhaus mit der braunen Holzverkleidung.

Im Jahr 2001 gab die Kaufhalle ihr Geschäft auf und es dauerte nicht lange, bis der Imbiss und der Zeitungskiosk die letzten verbliebenen Geschäfte im Tunnel waren. Der sichtbare Verfall war aber schon früher angekommen. Kam nicht selten vor, dass irgendein Dussel die Brilltreppen nachts als Klo entwürdigte. Ein anderer sich für Dürer hielt und mit Edding sein Monogramm an die Wände kritzelte. Und nur von dem übertroffen wurde, der seine Pommes vom Imbiss einmal quer über den gesamten Tunnel verteilte. Resultat waren Schmutz, Schmierereien und Fäkalien, so dass auch die Sparkasse ihren Zugang schloss. Denn richtig wohl fühlte man sich dort unten kaum noch, zumal nachts alles unbeaufsichtigt war. Inzwischen ist der Brilltunnel Vergangenheit und wurde als dunkles Bremer Geheimnis mit schweren Betonplatten versiegelt.

Die Eingänge des ehemaligen Brilltunnels mit dem prägnanten runden Kachelmuster, der von 1968 bis 2009 existierte und inzwischen versiegelt ist. In der Mitte der Niedrigpreiswarenhauskonzern Kaufhalle, den es inzwischen auch nicht mehr gibt. Die Filiale am Brill wurde 2001 geschlossen.

Faulenstraße – wo früher die Innenstadt endete

Wo heute am Brill schon Feierabend ist, und danach fast nichts mehr zum Shoppen einlädt, ging es früher noch ein ganzes Stück mit zwei Kaufhäusern und ein paar kleineren Läden weiter. Nach der Brillkreuzung war ja noch C&A, das von den Großeltern weiterhin stur als „Brenninkmeyer “bezeichnet wurde. Ein Besuch musste stets sein, auch wenn ich mit dem Angebot nicht so viel anfangen konnte. Aber als Spielplatz war selbst ein Bekleidungsgeschäft für mich bestens zu gebrauchen. Und ein größeres Kaufhaus für Klamotten gab es ein paar hundert Meter weiter gleich noch eines.

Mit dem Modehaus Leffers (1963-1988) war dann auch wirklich das Ende der Innenstadt erreicht. Oder der Anfang, je nachdem aus welcher Richtung man kam. Wirkte C&A damals schon leicht bieder, so sprach Leffers mit einem großen Angebot an Beige mehr die ältere Generation an. Direkt gegenüber existierte einst auch noch ein weiteres Geschäft. Dort entstand 1929 das „Bamberger“ als modernstes Warenhaus mit neun Stockwerken und einer Rolltreppe. Es wurde allerdings im Krieg weitestgehend beschädigt, so dass Leffers später das einzige Kaufhaus an diesem Ort bildete. Ende der Achtziger zog dann Leffers zum Brill, also genau dort, wo C&A jahrelang Doppelripp-Unterhosen verkauft hat.

In das freigewordene Leffers-Gebäude zog 1989 dann Saturn-Hansa als erste Bremer Filiale der bekannten Elektrohandelskette in das große Gebäude ein. Saturn hatte damals noch den Zusatz „Hansa“. Das hatte aber nichts mit der Hansestadt zu tun, sondern basierte wohl auf der ersten Filiale am Kölner Hansaring. Hatte mich Leffers mehr vor der Architektur als dem Angebot gereizt, kam ich nun auf meine Kosten. Highlight im neuen Saturn war die riesige CD- und Plattenabteilung im ersten Stock. Dazu die Computer- und Videospiele im Untergeschoss. Wo man „Super Mario Bros.“ auf dem NES probespielen konnte und eine ganze Wand mit C64-, Atari-ST- und Amigaspielen befüllt war.

So gehörten meine Neunziger dem Saturn. Vermutlich war es das Kaufhaus in Bremen, wo ich neben Brinkmann die meiste Zeit verbrachte und Unmengen an Tonträgern herausschleppte. Hier ging es an der Kasse weitaus flotter zu. Ich kann mich auch an keine Musik-Abteilung in Bremen erinnern, die es damit hätte aufnehmen können. Und die Enttäuschung war groß, als nach elf Jahren der Standort aufgegeben wurde und Saturn sich bei Horten einquartierte. Damit war auch die Faulenstraße für mich kaum noch interessant. Direkt gegenüber gab es zwar noch American Stock – der Jeansladen mit den echten Saloontüren hinter dem Eingang –, wo man immer eine gutsitzende Levi’s mitnehmen konnte. Aber der blieb auch nicht mehr lange, so dass mit dem neuen Jahrtausend Bremens innere Einkaufsstadt tatsächlich erst am Brill begann.

Links das traditionsreiche Bekleidungsgeschäft Leffers in der Faulenstraße (1963-1988). Danach kam Saturn-Hansa und blieb von 1989 bis zum Herbst 2000. Dann stand das Gebäude fünf Jahre lang leer und wurde abgerissen. Seit 2009 befindet sich hier das Stephani-Haus und Sitz von Radio Bremen.

Erinnerung an die Spielplätze der Innenstadt – Da stand ’ne Straßenbahn

Es waren ja nicht nur die Warenhäuser, die den kindlichen Bummel in die damalige Innenstadt geprägt haben. Es führte auch kein Weg um den Spielplatz herum. Eigentlich waren es sogar zwei. Einmal der in der Papenstraße (Ecke Obernstraße), wo heute Blumenläden in einer Art Miniatur-Markthalle stehen. Dort war früher noch überwiegend freie Fläche, die mit Sitzbänken, Bäumen und einem (natürlich wabenförmigen) hölzernen Spielturm mit knalloranger Rutsche bestückt war. Die Rutsche musste ich jedes Mal runter, danach ging es rauf auf die Kletterspinne und eine Runde aufs Metallgerüst.

Irgendwann stand neben dem Spielplatz, direkt vor dem Buchladen Montanus, ein Typ mit einer Eismaschine herum, wo für mich eine Portion „Waldmeister“ herausgezogen werden musste. Später gab es gegenüber auch einen Gyros-Imbiss als abschließendes Highlight nach einem langen Stadtbummel. Besonders im Herbst, wenn es schon dämmerte und bei kühlem Nieselregen in so ein kräftiges Gyros-Pita reingebissen wurde, erschuf sich für mich eine ganz besondere Atmosphäre. Und damit Erinnerungen an unbeschwerte Momente völliger Einheit, inmitten den grellen Lichtern der Innenstadt, die ich für nichts in der Welt eintauschen würde.

Den anderen Spielplatz gibt es sogar heute noch, nur ist die eine Attraktion längst verschwunden. Der Abenteuer-Spielplatz „Robinsöhnchen“ in den Wallanlagen (Ostertor) war das, was einen als Kind vor Freude die Schuhe auszog – hatte man dort tatsächlich eine alte, ausgemusterte Straßenbahn platziert. In der man stundenlang herumspielen konnte. Irgendwann war sie dann verschwunden. Stattdessen stand ein alter Traktor herum, der auch irgendwie reizvoll war, es aber nicht mit der echten Straßenbahn hätte aufnehmen können.

Links und in der Mitte der alte Spielplatz in der Papenstraße, der noch aus Holzgerüst, Kletterspinne und einem runden Klettergerüst aus Metall bestand. Rechts die alte Straßenbahn, die im Ostertor auf dem Abenteuerspielplatz mit dem schrägen Namen „Robinsöhnchen“ bis in die späten Achtziger stand.

Fazit – was bleibt, sind die Erinnerungen

Was die Einkaufsmöglichkeiten, die Lebensfreude und das Ambiente betrifft, ist die Bremer Innenstadt im Vergleich zu früher mehr Schatten als Selbst. Das überrascht aber nicht, existieren mit „Weserpark“ und „Waterfront“ gleich zwei große Einkaufszentren in der Peripherie, die Kundschaft abgreifen. Hinzu kommt die Alternative, lieber gleich online zu bestellen und sich den Gang ins etwas teurere Kaufhaus zu schenken. Durch den sinkenden Absatz in der Innenstadt bröckelt aber auch das weg, was für mich neben dem Einkauf früher den Bummel in die Stadt so reizvoll gemacht hat. Nämlich das Erlebnis beim Verweilen, verbunden mit dem Gefühl, sich dort in dem Augenblick wohlzufühlen.

Und als Ort des Wohlfühlens spricht mich die Bremer Innenstadt an vielen Stellen schon länger nicht mehr an. Klar, es fehlt die breite Variation an Kauf- und Warenhäusern, wo man früher viel Zeit verbringen konnte. Nur sind das alles Geschäftsbereiche, die sich heute kaum mehr rentieren. Die meisten Produkte, vor allem Technik und Medien, bekommt man online günstiger. So ist es kein Wunder, dass fast nur noch Modeketten und Parfümerien übriggeblieben sind. Wo mein Interesse gegen Null konvergiert, zumal die Shops auch alle gleich ausschauen und sich optisch als auch akustisch dem flachen Zeitgeist entsprechend präsentieren. Was man den Unternehmen nicht vorwerfen kann, für mich aber eher abstoßend als einladend wirkt.

Vielleicht sollte ich mich damit abfinden, dass meine goldene Zeit in der Innenstadt als Einkaufs- und Verweilmöglichkeit schlicht vorbei ist. Wobei, zum Verweilen lädt ja weiterhin Bremens historische Altstadt ein, an der man sich allenfalls als Kretin irgendwann sattsehen könnte. Hier hat sich glücklicherweise kaum etwas verändert. Und das ist in Anbetracht einer gewissen Mentalität im Lande Bremen nicht selbstverständlich. Schließlich wollte man schon vor 200 Jahren den Roland abreißen und ihn durch eine Markthalle ersetzen. Und um 1965 kam man auf die glorreiche Idee, den Domshof mal eben in einen Parkplatz zu verwandeln. So muss man fast froh sein, dass der Schweinehirte in der Sögestraße noch steht und nicht auf die berüchtigte Bremer Art durch einen Parkscheinautomaten ersetzt wurde.

Autorenbild

Autor: Dirk

Als ein Kind der späten 1970er schreibt Dirk über all die Dinge, die sich in den letzten 30 Jahren für ihn verändert haben. Dabei kramt er nicht nur alte Computer- und Videospiele wieder hervor, sondern untersucht auch die alltäglichen Dinge des Lebens. Seine zentrale Frage beschäftigt sich damit, warum gewisse alltägliche Dinge der Kindheit und Jugend später einen besonderen Status erhalten.

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Schön geschrieben von Dirk. Dem möchte ich mich auch so anschließen. Mich hat die Serie damals auch langsam aber stetig in den Bann gezogen. Habe sie …

Otto Amberg zu Supermärkte – war kurz in der Vergangenheit einkaufen

Hallo zusammen, ja die alten Supermärkte im Stil der Siebziger Jahre vermisse ich wirklich sehr und im Wertkauf oder auch Toom-Markt gab es wirklich …

Kai zu Quelle - von Versandkatalogen, Konsumgeschichte und Technikläden

Ein toller Artikel! Wir waren in den 80ern alle paar Wochen in Emden bei Quelle, das Geschäft war ca. 25 KM entfernt. Aber am liebsten habe ich als Kind …

Paul Katz
DJ Paul Katz zu Das „B-Tape“ – Wiederbelebung eines alten Mixtapes

Vielen Dank, das freut mich natürlich. Dann hat sich der Mix ja gelohnt. :)

Rainer zu Das „B-Tape“ – Wiederbelebung eines alten Mixtapes

Hallo Paul Katz, Ich habe heute am Sylvesterabend deine „neue B-Seite“ gehört. Mega gelungen, vielen Dank dafür! Hab mir in der Garage eine kleine …

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