Das „B-Tape“ – Wiederbelebung eines alten Mixtapes

Unter allen ausgegrabenen Mixtapes meiner Jugend existiert eines, dessen Wiederentdeckung mir größte Freude bereitet hat. Es war eines dieser Tapes, die ohne Dröhnung schon psychotrop wirkten. Ein Mix, der nicht in irgendeinem Club lieblos aneinandergemischt wurde, sondern eine durchdachte und harmonische Folge mehrerer Stile und Geschwindigkeiten. Er wurde 1994 rauf und runter gehört und hat mich vor gut vier Jahren wieder dazu gebracht, aktiv Tonträger zu sammeln und Musik abzumischen. Und das, obwohl dieses Hobby seit fast 20 Jahren abgehakt war. Warum das so ist, und wie dieses alte Mixtape über einen sehr langen und aufwändigen Weg wiederbelebt wurde, soll nun diese Retrospektive zeigen.

Das B-Tape - Wiederbelebung eines Mixtapes

Das B-Tape – Wiederbelebung eines Mixtapes

Ordentlich Schub drauf: Das „B-Tape“ betrat 1994 die Bühne

Es war Frühherbst 1994. Das „B-Tape“ gelangte über mehrere Stationen in meine Hände. Keine Ahnung, woher es ursprünglich stammte. Bis auf „by Holger“ stand auch nur „B-Tape“ drauf. Der Typ, von dem ich es früh morgens auf der damaligen Oberstufe zugesteckt bekam, meinte euphorisch: »Hier, da ist ordentlich Schub drauf!« Solche Sätze hat man damals öfters gehört, und ich deutete die Begeisterung mit den Nachwirkungen der Pillen, die er sich am Wochenende eingeklinkt hatte. In der ersten großen Pause packte ich es in den Walkman und hörte kurz rein. Klang sehr vielversprechend. Und vor allem besser als die Vorstellung, sich die restlichen Stunden von gescheiterten Existenzen vollsülzen zu lassen, die einen als Pädagoge die Welt erklären wollten und selber an der Flasche hingen.

Es war einer dieser Tage, wo es schwierig war, den Alltag bis zur letzten Stunde durchzuhalten. Spätestens in der zweiten großen Pause tauchte irgendwo jemand auf, zog ein Stück Ketama aus der Tasche und überredete mich zum Sausenlassen der letzten Stunden. So dauerte es auch an jenem Tag nicht lange, bis die üblichen Verdächtigen mal wieder vorzeitig das Schulgelände verlassen hatten. Ich war einer von den Wenigen, die damals schon eine eigene Bude hatten. So war mein Kabuff immer mit die erste Anlaufstelle. Dort angekommen, wanderte das Tape umgehend in den Kassettenrecorder. Ein dickes Chillum wurde zusammengebröselt, der Bong machte die Runde und der Super Nintendo lief nebenbei. Und jeder, der in meiner verrauchten Bude abhing, ließ spätestens nach einer halben Stunde einen Kommentar wie »Was’n geiles Tape!« ab.

Der Hauptunterschied zu den Club-Mitschnitten war, dass hier nicht die gängigen Gassenhauer lieblos aneinander gemischt wurden, sondern dieses Tape eine durchdachte Mischung mehrerer Stile und Geschwindigkeiten war – von Ambient über Trance bis hin zu Hardtrance. Und das außergewöhnlich stimmig. Viele andere Mixtapes hatten ihre Hänger und Höhepunkte, der Rest als Durststrecke irgendwo dazwischen. Das „B-Tape“ hingegen nahm einen vom Anfang bis zum Ende hin mit. Eine gut neunzigminütige Reise, die selbst ohne Dröhnung schon trippy war. Aber mit natürlich noch umso mehr. Da war sie nun, die perfekte musikalische Begleitung für die nächsten Monate, die ich überwiegend stoned in meiner abgedunkelten und verrauchten Dachgeschosswohnung verbringen sollte.

B-Tape – Side A
  1. Elevator – La Mania
  2. Mandala – The Encore
  3. Redeye – Luck Spray
  4. Elevator – Distruttibile 303
  5. Redeye – Acid Etch
  6. Sub-Stance – Urban Sea (Don’s Experience)
  7. Final Fantasy – The Sky Is In Your Hands
  8. Sub-Stance – Urban Sea (Biz Discovers The Urban Sea)
  9. Final Fantasy – Control Your Fantasy
  10. The Jeyênne – PiPiPi
  11. Final Fantasy – Sometimes
  12. Marc Et Claude – Deux Petites Differences
  13. Roughage – La Marquesa (UK Remix)

B-Tape – Side B
  1. Redeye – A Source
  2. Sunshower – Seven
  3. Quench – Dreams
  4. Ultra-Sonic – Arpeggio
  5. The Jeyênne – X-masid
  6. Marmion – Schöneberg (Marmion Mix)
  7. Datura – El Sueño (Nagual II Instrumental)
  8. Taucher – Atlantis
  9. General Base – Poison (ATB-Remix)

Das „B-Tape“: Wiederentdeckung nach fast 20 Jahren

Als ich im Herbst 2013 meine alten Tapes wieder ausgegraben hatte, und nach so langer Zeit erneut das „B-Tape“ hörte, war die Erinnerung an die alte Zeit blitzartig wieder da. Es hatte sich seit diesen Tagen viel verändert, nicht nur musikalisch. Die Zeit der Subkultur war vorbei, die dauerbekiffte Schulzeit auch, und viele Dinge sah man mit anderen Augen. Mir war klar, dass sich die Zeit nicht zurückholen ließ. Aber der Sound auf dem Tape reizte mich noch immer, nicht nur der Erinnerung wegen. Der frühe Trance-, Acidtrance- und Hardtrance-Stil, der von 1991 bis 1994 existierte, und dann allgemach durch kunstfreien Einheitsbrei ersetzt wurde, hatte schon etwas Einzigartiges an sich. Düster, hypnotisch, euphorisierend. Was also tun mit dem wiederentdeckten Sound?

Nach kurzer Überlegung stand der Entschluss fest: Das Ding in guter Audioqualität neu abmischen. Prinzipiell gute Idee, dachte ich mir. Nur zu blöd, dass ich meine alte Plattensammlung aus den Neunzigern vor zehn Jahren verhökern musste. Zusammen mit den beiden Turntables und dem Mischpult. Ohne Equipment eine schwer lösbare Aufgabe. So musste neben den Tonträgern auch noch die passende Hardware her. Obendrein hatte das Tape ja auch keine Tracklist. Mir war klar, dass die „Mission Remaster“ viel Zeit, Geld und Geduld erfordern würde. Das alles auf sich nehmen für ein verranztes Mixtape von 1994? Meine damalige Freundin zeigte mir den Vogel und war von der Idee alles andere als begeistert. Doch der Wunsch war stark. Und ich widmete mich erst einmal der scheinbar leichteren Aufgabe: Die Tracklist zu identifizieren. Um dann später zu überlegen, was der Erwerb von Tonträgern und Equipment ungefähr kosten wird.

Rückblende: Hobby-DJ in den Neunzigern

Mein damaliges Equipment, das ich mir ab 1993 zulegte, war alles andere als weise gewählt. Die beiden Nachbau-Plattenspieler von Monacor und Omnitronic waren riemenbetrieben und eierten wie Sau. Hatte man zwei Tracks endlich synchron, dauerte es nicht lange, bis man den einen Plattenteller wieder abbremsen oder anschieben musste. Und das extravagante Intimidation Mischpult war für meine damaligen Zwecke völlig überdimensioniert. Ich hätte das Geld lieber in zwei Technics SL 1210 mit Direktantrieb sowie ein einfaches Mischpult stecken sollen. Vielleicht wäre mir dann auch nicht Ende der Neunziger die Lust am DJ-Hobby vergangen.

Altes Equipment Mitte der Neunziger

Altes Equipment, Mitte der Neunziger

Der alten Hardware weine ich heute keine Träne mehr nach. Was mich aber noch immer ärgert, ist der Verlust der alten Vinylsammlung, wo mir nur die Auktionsfotos geblieben sind. Das waren um die 250 bis 300 Platten, viele gute Scheiben von Delirium, Force Inc., Superstition, Tresor, Overdrive und anderen kaum bekannten Labels dabei. Haufenweise Trance, Techno und Breakbeat zwischen 1992 und 1995. Darunter Raritäten wie die einzige Veröffentlichung auf „Force of Nature“-Records. Eine alte Hardcore-Scheibe mit „Evil Dead“-Sample, die LTJ Bukem gerne in seine Sets eingebaut hatte, und heute zu Höchstpreisen gehandelt wird. Und die ich Depp vor zehn Jahren bei eBay für ein paar Euro verhökert habe.

Alte Plattensammlung in den Neunzigern

Alte Plattensammlung in den Neunzigern

Tracklist identifizieren

Die Stücke auf dem Tape zu identifizieren gestaltete sich mühsamer als gedacht. Ungefähr die Hälfte war nach einem Jahr ausfindig gemacht, und das war schon ein ziemlicher Akt. Wenngleich ich mich auch nur unregelmäßig der Suche hingab. Und ich ahnte, dass beim noch unbekannten Rest ein paar härtere Nüsse dabei sein würden. Bei einigen Stücken verlief die Schnitzeljagt recht schnell, da ich mutmaßliche Labels im Kopf hatte, wo ich bei Discogs nur alle Veröffent­lichungen durchhören musste. Bei anderen blieb nur Kopfzerbrechen und Ahnungslosigkeit. Die letzten hartnäckigen Tracks wurden dank der Discogs-Gruppe „Track-IDs“ dann doch noch identifiziert. Nun ging es ins Geld. Ein paar der Releases gab es auch als digitale Variante, entweder auf CD oder als Download zum Kauf. Andere Veröffentlichungen waren ausschließlich auf 12″ Vinyl erschienen. Also wieder nur Platten wie in den Neunzigern? Diese entscheidende Frage galt es als nächstes zu beantworten.

Vinyl vs. CD vs. Download

Was den Sound betrifft, hat Vinyl definitiv seine Vorteile. Sattere Bässe und ein wärmerer Sound. Analoges Übersteuern führt nicht zu Verzerrungen und unterm Strich ist bei guter Nadel und Player die Audioqualität gefühlt besser. Der Frequenzgang einer CD schneidet übrigens bei 20 kHz knüppelhart ab, bei Vinyl sind schon mal bis zu 40 kHz drin. Da das menschliche Gehör aber selten über 20 kHz wahrnimmt, und kaum jemand den Sound seiner Hundepfeife auf CD brennen will, ist das eher eine Randnotiz. Dafür hat jede Schallplatte als Unikat immer etwas Einzigartiges, Haptisches und Emotionales an sich, das ein digitaler Download oder ein Massenprodukt wie eine CD nie haben wird.

Aber seien wir ehrlich, Vinyl hat beim Mixen auch etliche Nachteile, die man damals einfach inkauf nehmen musste. Platten wurden banausenhaft mit Cue-Punkten beklebt und die BPM raufgekritzelt. Regelmäßiges Entstauben, die Gefahr von Kratzern und Sprüngen, übliches Knistern im Hintergrund. Eine Platte muss im Mix oftmals abgebremst oder beschleunigt werden, relativ kurze Überlappungszeiten. Hinzu kommt, dass selbst neuwertige Platten schnell wellig werden können, oder das Mittelloch fällt zu groß aus, was dann auch bei Direktantrieben mit geringen Gleichlauf­schwankungen schnell zu Asyn­chronitäten führt. Orthodoxen Vinyl-Evangelisten ist das sicherlich egal: »No school but old school!«. Kann man ja auch irgendwie verstehen.

Neue Hardware und Tonträgersammlung

Meine Entscheidung war, einfach aus beiden Welten das Optimum herauszuholen. Analog und digital zugleich. Das „Traktor Kontrol S4 MK II“-Mischpult hielt ich für ein geeignetes Werkzeug. Gute Usability und Verarbeitung, vier Kanäle, und auch die Möglichkeit, zwei Plattenspieler anzuschließen. Bereut habe ich es bis heute nicht. Dazu ein Laptop mit Steinberg-Software fürs Mastering, Studiokopfhörer von Beyerdynamic und es konnte wieder losgehen. Fehlte nur noch reichlich musikalisches Material. War die Hardware mit knapp 1000 Euro schon nicht ganz billig, war das nur ein kleiner Vorgeschmack auf das, was mit dem Aufbau einer neuen Sammlung folgen sollte.

Und so wuchs in den letzten Jahren erneut meine Sammlung an Tonträgern, inzwischen bei über 1000 Exemplaren wieder angekommen. Tendenz steigend. Überwiegend CDs, aber natürlich auch Vinyl. Dank Discogs lassen sich auch seltenere Platten der frühen Neunziger heute noch auftreiben. Das kostet zwar einiges, besonders da der Paketversand aus dem Ausland teuer ist, aber sei es drum. Ohne Internet wäre man als Retro-Sammler heute aufgeschmissen. Denn welcher Plattenladen hat noch ein Juwel wie die „Twisted Systems Vol. 1“ von 1994 im neuwertigen und kratzfreien Zustand mal eben so rumliegen?

Paul presents: „Legacy of the B-Tape“

Manche Dinge brauchen eben ihre Zeit. Und so vollende ich nun nach mehreren Jahren das, was ich mir damals vorgenommen hatte. Ein Remake des „B-Tapes“. Nicht wie ursprünglich geplant als Remaster, akustisch aufpoliert in original­getreuer Reihenfolge der Tracks, sondern neu interpretiert als Trilogie mit etlichen weiteren Stücken. Das hat zweierlei Gründe: Einmal ist die A-Seite aus heutiger Sicht vom Aufbau her nicht so harmonisch, dass man sie exakt nachbauen müsste. Und weiterhin, weil mir in den letzten Jahren meiner musikalischen Odyssee so viele weitere abgefahrene Veröffentlichungen begegnet sind, dass ich sie einfach mit einbauen musste. Dennoch habe ich zwei Drittel der B-Seite unter Denkmalschutz gestellt – jenen Part, den ich noch heute für so gelungen und erhaltenswert halte. Heraus kamen drei Gänge aufgewärmtes „B-Tape“ mit jeweils 24 Tracks, mehr als vier Stunden Retro-Sound im Mix.

I. The Parturition

  1. Link – Amenity [Evolution 1992]
  2. Red Eye – Acid Etch [after 6 am 1994]
  3. Automatic – Blonde Angel (A.o.M. Mix) [Step 2 House 1994]
  4. Recall-A-Rena – Unit (Remix ’94) [Energized 1994]
  5. Ongaku – Mihon#3 [Pod Communication 1992]
  6. The Martian – Stardancer [Red Planet 1993]
  7. Timeless – Spice (Outer Space Mix) [UMM 1994]
  8. Resistance D – Emphasis [Injection 1993]
  9. Joey Beltram – Drome [Warp 1994]
  10. Sluts’n’Strings & 909 – Summerbreeze [Loritz 1993]
  11. C*Y*B – Invite (A.M. Version) [UMM 1993]
  12. Paolo Visnadi – Night Hunting [UMM 1991]
  13. MLO – Nu Generation (010101 Mix) [R&S 1994]
  14. Afrotrance – Spiritual Energy [Harthouse 1994]
  15. Sub-Stance – Alice (Afrochill by Don Lite) [Now! 1993]
  16. Joey Beltram – Electric [Warp 1994]
  17. Aubrey – Journey Time [Intelligence 1994]
  18. Omega Experiment – Frequency [BOY 1993]
  19. Art of Trance – Gloria (Clanger Mix) [Platipus 1993]
  20. Cusp – Mars the Red Planet [Probe 1992]
  21. Paolo Visnadi – Transpassage [UMM 1992]
  22. Mate – Unity [Spacemate 1992]
  23. Underground Resistance – The Seawolf [UR 1992]
  24. Caunos – The Rhythm [Le Petit Prince 1994]

II. Rise and Fall

  1. Red Eye – Luck Spray [after 6am 1994]
  2. Taucher – Atlantis [Planet Love 1993]
  3. Paragon II – The Poets (Remix) [Frankfurt Beat 1994]
  4. Central Love – Melody of Darkness [Frankfurt Beat 1993]
  5. Luxor – Superstitious [Lunatec 1994]
  6. Synchrotron – Deep Thought (Remix) [Frankfurt Beat 1993]
  7. Sub-Stance – Urban Sea (Don’s Experience) [Now! 1993]
  8. Final Fantasy – The Sky Is In Your Hands [Suck Me Plasma 1993]
  9. Traumatic – Acid Voices (Higher) (Mandala Remix) [Noom 1994]
  10. Gary 138 D – Slammin‘ (X-Trance Mix) [Container 1994]
  11. X-Dream – Automatic X [Tunnel 1994]
  12. Snowdome – Murdoch Most Foul [Abstract 1994]
  13. L’Ange Gabriel – Oceane [Step 2 House 1994]
  14. Brainwasher – Cosmos [Step 2 House 1994]
  15. Vector – The Possessed [Planet Rhythm 1994]
  16. Cerebus – Lighten Up [Influence 1994]
  17. Marc Et Claude – Deux Petites Differences [Le Petit Prince 1993]
  18. Vector – The Matrix (Pressure Part 2) [Planet Rhythm 1994]
  19. Final Fantasy – Sometimes [Suck Me Plasma 1993]
  20. Mark N-R-G – Nightflight On Wax [Overdrive 1993]
  21. Roughage – Marquesa [Time Unlimited [1993]
  22. Elevator – Distruttibile 303 [Fax 1994]
  23. Sub-Stance – Urban Sea (Biz Discovers Urban Sea) [Now! 1993]
  24. Signal Response – Bullet In My Brain [Upbeat 1994]

III. The Resurrection

  1. Elevator – La Mania [Fax 1994]
  2. Brainchild – Sedona [Eye-Q 1994]
  3. Emphasis – Retro Master [VooDoo 1994]
  4. Lt. D’Amato – Sound of Frustration (Hooligan Mix) [Vivid 1994]
  5. Mimas – 31 on 13 [Music Man 1994]
  6. Roughage – La Marquesa (UK Mix) [Time Unlimited 1993]
  7. Syncrotron – Molecular Analyzer [Frankfurt Beat 1993]
  8. Leon – Migno [Save The Vinyl 1993]
  9. Andrew Brix – Piano Euphoria [Bassic Instinct 1994]
  10. Microglobe – Environ Mentality (Act 1) [MFS 1994]
  11. Brainwasher & L’Ange Gabriel – Transgress [Step 2 House 1994]
  12. Datura – El Sueño (Nagual II Instrumental) [Trance Records 1994]
  13. 8 A.M. – The Fog Track [Cold Rush 1993]
  14. Microbots – Cosmic Evolution [Overdrive 1992]
  15. Sub-Stance – Fractalism [Virtual 1994]
  16. Mandala – The Encore [Noom 1993]
  17. Final Fantasy – Control Your Fantasy [Suck Me Plasma 1993]
  18. Red Eye – A Source [after 6 am 1994]
  19. Sunshower – Seven [Prime 1993]
  20. Quench – Dreams [Infectious 1993]
  21. Ultra-Sonic – Arpeggio [Clubscene 1993]
  22. The Jeyenne – X-masid [Frankfurt Beat 1993]
  23. Marmion – Schöneberg (Marmion Mix) [Superstition 1994]
  24. The Jeyenne – PiPiPi [Frankfurt Beat 1993]

Fazit: Das wahre Vermächtnis des „B-Tapes“

Wenn ich zurückblicke und mich frage, ob das alles den Aufwand wert war, dann kann ich das nur bejahen. Nicht nur, weil ich meine allerheiligsten Tracks von damals in drei Mixsets reingepresst habe. Auch, weil die rückblickende Beschäftigung mit der Epoche neues musikalisches Wissen und Erfahrung brachte. Und ich obendrein einen ganzen Haufen an herausragenden Tracks entdeckte, die ich damals gar nicht kannte. Und zu guter Letzt ist da noch das stimmige Gefühl, genau das getan zu haben, womit man persönlich in Resonanz steht. Im Job kennt man dieses Gefühl eher selten, wofür man immerhin ausgleichend bezahlt wird. Hobbys hingegen sind meist brotlose Kunst, die einen langfristig aber mit fruchtbareren Dingen entlohnen als die monatliche Geldspritze vom Arbeitgeber.

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Autor: Paul Katz

Paul Katz schreibt über alles, was mit elektronischer Musik von gestern zu tun hat. Die Jugend in den frühen Neunzigern verbracht, kaufte er sich zwei Turntables plus Mixer, allerlei Techno- und Trance-Vinyl und experimentierte fleißig herum. Mangels Zeit und vor allem Erfolg hing er sein Hobby wenige Jahre später an den Nagel, verkaufte das gesamte Equipment und widmete sich den Beats vorerst nur noch als Zuhörer. Bis ihn 2013 das Retro-Fieber packte und er heute wieder aktiv mixt und produziert.

2 Kommentare

  • Rainer
    am 01.01.2021, 1:18 Uhr.

    Hallo Paul Katz,
    Ich habe heute am Sylvesterabend deine „neue B-Seite“ gehört. Mega gelungen, vielen Dank dafür! Hab mir in der Garage eine kleine PA-Anlage aufgebaut, hat mir sehr viel Freude bereitet….
    Alte Erinnerungen im top Klang!

    • DJ Paul Katz
      am 01.01.2021, 11:17 Uhr.

      Vielen Dank, das freut mich natürlich. Dann hat sich der Mix ja gelohnt. 🙂

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