Welt der Retrospektive

Erinnerung an die Magie der Vergangenheit - wie sie sich gewandelt hat und was heute noch davon übrig ist.

Weihnachtsmärkte – Vorglühen bei Erinnerungen, Punsch und Kitsch

Was wäre die Adventszeit ohne einmal über Weihnachtsmarkt zu latschen? Zählt man nicht gerade zu den Weihnachtshassern, geht man jedes Jahr fast schon automatisch hin. Weihnachtsmärkte gehören zur dunklen Jahreszeit einfach dazu, so wie Eis und Freibad zum Sommer. Aber warum eigentlich? Glühwein, Süßkram und überteuerter Nippes allein können es kaum sein. Was zieht dann die Massen jedes Jahr wieder in ein Gewirr aus Holzbuden, Lichtern und angetrunkenen Stimmen? Vielleicht die Erinnerung an eine heile Welt? Genau wie Weihnachten gaukeln Weihnachtsmärkte uns Erwachsenen ein Stück verlorenes Paradies vor. Längst vergangene Zeiten, wo kindliche Unbefangenheit noch nicht mit Alltag und Routine ausgetauscht wurde. Eine unbeschwerte Zeit voller Vorfreude, die am 24. Dezember stets ihren Höhepunkt fand.

Weihnachtsmärkte – Vorglühen bei Erinnerungen, Punsch und Kitsch

Weihnachtsmärkte – Vorglühen bei Erinnerungen, Punsch und Kitsch

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Final Fantasy VII – Retro-Rollenspiel und Artefakt der Jugend

Ich kaufte mir 1997 die Sony Playstation eigentlich nur wegen eines einzelnen Spiels – hatte für den November extra ein paar Wochen Urlaub genommen. Klingt verrückt, war auch so. Pünktlich zum Release stand ich im Laden, kaufte Final Fantasy VII, schaltete die Türklingel ab und war für die nächsten Wochen nicht erreichbar. Und heute, gut 17 Jahre später, hat es noch immer seinen festen Platz. Es wurde quasi zum Artefakt der späten Jugend. Warum das so ist, und warum für mich nur eine Handvoll Spiele diesen Status haben, will ich nun näher erläutern.

Final Fantasy VII (1997) – Retro Rollenspiel und Meilenstein

Final Fantasy VII (1997) – Retro Rollenspiel und Meilenstein

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Aktueller Software Markt – Denkmal für die coolste Spielezeitschrift

Die Jugend in den späten Achtzigern war schon hart. Kein tragbarer Telefonapparat mit Internetzugang – und somit auch keine Möglichkeit, im Netz mal eben schnell nach Infos zu suchen. Neuigkeiten über Hobbys wie Computerspiele musste man über gebündeltes und bedrucktes Papier erwerben. Diese Objekte nannten sich „Zeitschrift”. Ein Begriff, den kommende Generationen wahrscheinlich erst im Archaismenlexikon googeln müssen. Eines dieser Magazine hieß Aktueller Software Markt (kurz ASM). Kostete anfangs um die 6 DM und erschien seit März 1986 monatlich am Kiosk. Der Name war nicht gerade eine Glanzleistung an Kreativität, aber immerhin deutsch und kein alberner Anglizismus. Und da man Gedrucktes nicht nur nach dem Titel bewerten soll, geht es nun zurück in die späten Achtziger und frühen Neunziger, um die Ära einer der ungewöhnlichsten Spielezeitschriften noch einmal aufleben zu lassen.    

ASM - Aktueller Software Markt

ASM – Aktueller Software Markt (Dezember 1988)

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Trance – zehn zeitlose Klassiker

Zeitlose Musik ist Musik, die nicht nur im Rahmen einer jeweiligen Epoche funktioniert. Das Air von Bach aus der Suite No. 3 (1730) wäre so ein musikalisches Erbe, das heute und auch noch in hundert Jahren funktioniert. Und warum soll es Zeitloses nicht auch bei elektronischer Musik geben? Die goldene Epoche des Trance ist längst vorbei. Und was heute noch so bezeichnet wird, hat mit der ursprünglichen Musik leider nicht mehr viel gemein. Aber das soll nicht daran hindern, zurückzublicken und zu schauen, welche Produktionen von damals bestens gealtert sind und von ihrem Reiz nichts verloren haben. 

Goldene Ära des Trance - Raver um 1992

Goldene Ära des Trance – Raver um 1992

 

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Bremer Freimarkt – Impressionen zwischen Retro und Moderne

Bremen hat mehr zu bieten als man denkt. Neben Stadtmusikanten, Dom und Schnoor gibt es ja noch die „Fünfte Jahreszeit“. Zwei Wochen Freimarkt im Oktober, seit fast 1000 Jahren. „Ischa Freimaak!“, wie der Bremer sagt. Anfangs um den Dom herum und seit gut 80 Jahren auf der Bremer Bürgerweide. In diesem Jahr ist es zum neunhundertneunundsiebzigsten Mal soweit. Auch wenn der Name kostenlosen Spaß suggeriert, ist natürlich nur der Eintritt zum Festplatz frei. Dieser hat seinen Ursprung im Mittelalter, als Kaufleute ihre Waren zum „Freimarkt“ mal ohne Einmischung der Zünfte feilbieten durften. Zu jener Zeit war er noch ein reiner Warenmarkt, erst viel später wurde er zum Volksfest. Im Laufe der letzten hundertfünfzig Jahre wurden dann Gaukler, Quacksalber und Spielleute immer mehr durch Wurstbuden und Karusselle ersetzt.

Bremer Freimarkt

Bremer Freimarkt – Karl-Heinz Sengstake, offizielles Maskottchen von 1985 bis 1993

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Supermärkte – war kurz in der Vergangenheit einkaufen

Für die einen lästig, für andere euphorisierend. Durch und durch alltäglich und meist unvermeidlich: den Bedarf an Lebensmitteln irgendwo einzukaufen. Das war früher nicht viel anders, nur beschränkte sich das Angebot im Vergleich zu heute auf das Nötigste. Der Supermarkt von vor 30 Jahren war noch alles andere als „super“. Ich erinnere mich an die letzten „Tante-Emma“-Läden und enge Gänge mit nur einer Kasse. Klein, beschaulich und persönlich. Man kannte sich und wurde oft mit Namen begrüßt. Besonderes in Erinnerung bleiben das Rattern der Preisauszeichner und das laute Tippen an der Kasse. Barcode-Scanner waren noch Zukunftsmusik.

Wertkauf – Einkaufsrelikt auf großer Fläche

Wertkauf (1958-1997) – Einkaufsrelikt auf großer Fläche

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