Welt der Retrospektive

Erinnerung an die Magie der Vergangenheit - wie sie sich gewandelt hat und was heute noch davon übrig ist.

Arcade-Automaten – Ära der Videospiel-Groschengräber

Wenn man die Kindheit in den frühen Achtzigern verbracht hat, dann kann man sicher nachvollziehen, welche Leuchtkraft die frühen Spielekonsolen auf Kinderaugen hatten. Zu der Zeit gab es in Deutschland neben Atari 2600 und ColecoVision eigentlich nur ein paar Nischenprodukte sowie den Intellivision von Mattel. Dieses braune Plastikding mit den seltsamen Controllern stand auch daheim im Wohnzimmer. Das war quasi meine erste Videospiel-Konsole, mit der ich mich stundenlang beschäftigen konnte. Daneben gab es allerdings noch etwas Verlockenderes, das wie ein Magnet wirkte und an vielen öffentlichen Plätzen wie Gaststätten, Kinos, Imbissbuden und Supermärkten herumlungerte. Spielen gegen Geldweinwurf – die Zeit der Arcade-Automaten.

Arcade-Automaten von damals (Mortal Kombat 2 und 1942)

Arcade-Automaten von damals (Mortal Kombat 2 und 1942)

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Mixtapes – als man Audiokassetten noch zurückspulen musste

Die Retropie-Sommerpause ist vorbei und mit dem nahenden Herbst beginnt wieder die Zeit der Rückschau und Kontemplation. Diesmal mit einem Thema, das sich den analogen Audiokassetten widmet. Dem Medium meiner Jugend, mit dem sich im Doppelkassettendeck die vielen DJ-Mixtapes überspielen ließen. Die jeweiligen Kassettenhüllen wurden in Kleinarbeit stets mit einem passenden Flyer verziert, um dem Ding einen individuellen Touch zu geben. Im Vergleich zur CD waren Tapes um einiges umständlicher, und die Audioqualität teilweise Murks. Aber das war egal, denn Mixtapes waren cool. Zeit für eine kleine Rückschau.

Mixtapes - als man Musik noch zurückspulen musste

Mixtapes – als man Musik noch zurückspulen musste

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Big Beat – als elektronische Tanzmusik wieder schmutzig wurde

Mitte der Neunziger tat sich im Bereich elektronischer Tanzmusik wieder einiges. Nachdem Techno, Trance und House jahrelang dominierten, betrat Drum ’n‘ Bass auch bei uns die Bühne und wurde populär. Neben dem schnellen Breakbeat ab 160 bpm wuchs aber auch noch etwas anderes heran, das seine Wurzeln mal wieder in London hatte. Langsamer, schmutzig und mit starken Einflüssen aus Funk, Hip Hop, Electro, Rock und Acid. Ab 1995 hatte das Kind auch seinen Namen, der schlicht Big Beat lautete. Zeit für eine Retrospektive.

The Dust (Chemical) Brothers - Urväter des Big Beat

The Dust (Chemical) Brothers – Urväter des Big Beat

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Rückblick auf die Gegenwart – im Zeitalter des Werbe-Datenmülls

Die Welt in fünfzig oder hundert Jahren. Dieses Thema hat Generationen beschäftigt und jede Epoche hatte ihre eigenen Ideen und Vorstellungen, wie die Welt der Zukunft womöglich ausschaut. Im letzten Jahrhundert stellte man sich schwebende Stadtbahnen, Urlaub auf dem Mond, tragbare Fernsprech­apparate und blecherne Haushalts-Roboter vor. Und gerade im technischen Bereich hat sich tatsächlich vieles realisiert. Über das Internet visionierte Mark Twain bereits 1898, und Stanislav Lem hatte 1961 das E-Book als digitale Variante eines Buches vor Augen.

Nimmt man die prophezeiten technischen Innovationen einmal beiseite, bringt unsere Zeit auch Phänomene mit sich, die kaum jemand in früherer Zeit auf dem Schirm hatte. Dinge, auf die unsere Nachfolger in hundert Jahren vielleicht kopfschüttelnd oder schmunzelnd zurückblicken. Eines dieser Phänomene ist Datenmüll. Und damit ist mehr als die Festplatte mit Schmuddelbildern und Trojanern gemeint.

Willkommen im Zeitalter des Datenmülls

Willkommen im Zeitalter des Datenmülls

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Secret of Mana – zeitloses Märchen, das vieles besser machte

Japanische Rollenspiele auf der 16-Bit-Konsole waren Anfang der Neunziger in Deutschland noch ein Nischenprodukt. Klassiker wie „Final Fantasy VI“ oder „Dragon Quest V“ erschienen hierzulande erst gar nicht. Als Squaresoft dann „Seiken Densetsu 2“ im Westen als Secret of Mana herausbrachte, wurde es in großer Pappbox mit Spieleberater veröffentlicht. Zu groß waren die Zweifel, dass die Spieler mit dem Nippon-Abenteuer ihre Schwierigkeiten hätten. Das war zwar völlig unbegründet, hat aber dazu geführt, dass eine gut erhaltene und vollständige Box mit Modul und Wälzer heute einen Sammlerwert ab 150 Euro aufwärts erreicht. Und es ist ein Vorzeigebeispiel dafür, mit relativ wenig Aufwand einen Meilenstein zu erschaffen. Warum das so ist, und warum im Vergleich dazu viele moderne „Triple-A“-Spiele scheitern, soll etwas näher betrachtet werden.

Secret of Mana (1993) - zeitloser Meilenstein

Secret of Mana (1993) – zeitloser Meilenstein

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Sound of Techno – Metamorphose durch 30 Jahre

„Alle Klänge und Geräusche sind Musik“ – war bereits vor mehr als fünfzig Jahren das Credo des Komponisten Karlheinz Stockhausen, und wurde spätestens in den Siebzigern durch Kraftwerk, den „Beatles der elektronischen Tanzmusik“, salonfähig. Die Idee, Technologie mit Komposition zu verknüpfen, existiert also schon recht lange und brachte in den Achtzigern Stilrichtungen wie Synth-Pop, EBM, Electro und House hervor. Und das, was sich in den frühen Neunzigern unter dem Sammelbegriff Techno durchgesetzt hat, hatte seine Wurzeln in allen genannten Stilarten. Heute, ein Vierteljahrhundert später, gibt es dieses Genre noch immer. Was ist inzwischen aus dem Sound von damals so geworden?

Sound of Techno - Metamorphose durch 30 Jahre

Sound of Techno – Metamorphose durch 30 Jahre

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