Welt der Retrospektive

Erinnerung an die Magie der Vergangenheit - wie sie sich gewandelt hat und was heute noch davon übrig ist.

Silvester im Wandel der Zeit – Rückschau für Böller, Party und Suff

Es gibt Feste und Bräuche, denen man sich schlecht entziehen kann. Wer Fastnacht bzw. Karneval nicht mag, bleibt Rosenmontag daheim und lässt die Flimmerkiste aus. Bei Silvester wird das schon schwieriger. Dass der Name auf Papst Silvester I. († 31. Dezember 335 in Rom) zurückzuführen ist, wissen wahrscheinlich die Wenigsten. Auch nicht so wichtig. Immerhin ist es der letzte Tag im Jahr unseres gregorianischen Kalenders (auch nach einem Papst benannt) und der Tag, der bei uns traditionell lautstark und feuchtfröhlich gefeiert wird. Zeit, diesem kuriosen Brauch eine kleine Retrospektive zu widmen.

Silvester - alle Jahre wieder

Silvester 2015 – alle Jahre wieder

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Steve Mason – Techno-Ikone der Neunziger

Samstags um das Jahr 1995. Ein Audio-Tape liegt bereit zur Aufnahme und wartet darauf, dass auf BFBS London The Steve Mason Experience gesendet wird. Jene 120 Minuten-Show auf dem Soldatensender, die in Deutschland mehr Zuhörer als auf der Insel hatte. Techno-DJs gab es auch damals wie Sand am Meer, aber keiner ist wie Steve Mason so im Gedächtnis hängengeblieben. Denn er hat das vollbracht, woran andere oft gescheitert sind. Seine Mixe waren nicht nur technisch sauber, sie hatten auch alle den berühmten roten Faden. Und das bei den vielen Genres, die er bediente: Techno, Tech House, Progressive, Trance bis hin zu Hardcore und Jungle. Zeit, dieser Koryphäe und seiner legendären Show eine Retrospektive zu widmen.

The Steve Mason Experience on BFBS London

The Steve Mason Experience on BFBS London (1992-2001)

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Telekommunikation im Wandel – von der Postkarte zum Smartphone

Interpersonelle Kommunikation kennt meine Generation noch aus einer Zeit, wo diese fast ausschließlich von Angesicht zu Angesicht stattfand. Telekommunikation (Fernmitteilung) existierte damals nur als Brief, Postkarte sowie als „der Apparat“ – jenes graue Ding von der Deutschen Bundespost mit Wählscheibe und abnehmbaren Hörer, das in der Stube neben einem dicken Wälzer mit Telefonnummern stand. Praktisch, konnte man entfernten Individuen sprachlich eine Statusmitteilung übermitteln – sofern diese sich gerade zuhause befanden. Ansonsten hatte man Pech und musste warten. Mitte der Neunziger machte die Telekom so einen Apparat für den Massenmarkt mobil und die Werbung versprach „Telly D1 – Kuckst Du Basar, erzählst Du nach Hause!“

Der Telefonapparat für interpersonelle Kommunikation über Distanz

Der Telefonapparat für interpersonelle Kommunikation über Distanz

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Weihnachtsmärkte – Vorglühen bei Erinnerungen, Punsch und Kitsch

Was wäre die Adventszeit ohne Besuch beim Weihnachtsmarkt? Zählt man nicht gerade zu den Weihnachtshassern, geht man jedes Jahr automatisch hin. Weihnachtsmärkte gehören zur dunklen Jahreszeit einfach dazu, so wie Eis und Freibad zum Sommer. Aber warum eigentlich? Glühwein, Süßkram und überteuerter Nippes allein können es kaum sein. Was zieht dann die Massen jedes Jahr wieder in ein Gewirr aus Holzbuden, Lichtern und angetrunkenen Stimmen? Vielleicht die Erinnerung an eine heile Welt? Genau wie Weihnachten gaukeln Weihnachtsmärkte uns Erwachsenen ein Stück verlorenes Paradies vor. Längst vergangene Zeiten, wo kindliche Unbefangenheit noch nicht mit Alltag, Sorge und Stress ausgetauscht wurde. Eine unbeschwerte Zeit voller Vorfreude, die am 24. Dezember stets ihren Höhepunkt fand.

Weihnachtsmarkt

Weihnachtsmarkt

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Final Fantasy VII – Retro-Rollenspiel und Artefakt der Jugend

Ich kaufte mir 1997 die Sony Playstation eigentlich nur wegen eines einzelnen Spiels – hatte für den November extra ein paar Wochen Urlaub genommen. Klingt verrückt, war auch so. Pünktlich zum Release stand ich im Laden, kaufte Final Fantasy VII, schaltete die Türklingel ab und war für die nächsten Wochen nicht erreichbar. Und heute, gut 17 Jahre später, hat es noch immer seinen festen Platz. Es wurde quasi zum Artefakt der späten Jugend. Warum das so ist, und warum für mich nur eine Handvoll Spiele diesen Status haben, will ich nun näher erläutern.

Final Fantasy VII – Retro Rollenspiel und Meilenstein

Final Fantasy VII – Retro Rollenspiel und Meilenstein

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Aktueller Software Markt – Denkmal für die coolste Spielezeitschrift

Die Jugend in den Achtzigern war hart. Kein mobiles Telefon mit Internet, und somit auch keine Möglichkeit, im Netz mal eben schnell nach Informationen zu suchen. Neuigkeiten über Hobbys wie Computerspiele musste man über gebündeltes und bedrucktes Papier im Laden erwerben. Diese Objekte nannten sich Zeitschrift. Eines dieser Magazine war Aktueller Software Markt (kurz ASM). Kostete anfangs um die 6 DM und erschien seit März 1986 monatlich am Kiosk. Der Name war nicht gerade eine Meisterleistung an Kreativität, aber auch hier galt: „Never judge a book by its cover title“. Damals wurden Anglizismen glücklicherweise noch nicht so inflationär gebraucht. Spätere Zeitschriften nannten sich Power Play, Video Games oder Play Time – in Sachen Kreativität nicht viel besser, aber dem Zeitgeist konform.

ASM - Aktueller Software Markt

ASM – Aktueller Software Markt

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