Welt der Retrospektive

Erinnerung an die Magie der Vergangenheit - wie sie sich gewandelt hat und was heute noch davon übrig ist.

Videotheken – aussterbendes Relikt der Achtziger

Man kannte sie als mittelgroße Läden mit vielen Regalen voller Filmen. Die Rede ist von Videotheken. In den Achtzigern schossen sie wie Pilze aus dem Boden, hatten bis in die späten Neunziger ihre Blütezeit und begannen dann langsam aber sicher zu sterben. Für kommende Generationen wird eine Videothek genauso ein kryptischer Begriff sein wie für die aktuelle Generation eine Telefonzelle. Zeit für ein paar Erinnerungen an die Zeit von VHS und nörgelnden Videothekaren, wenn die zurückgebrachte Kassette mal wieder nicht zurückgespult wurde.

Videotheken - Alles muss raus

Videotheken – Alles muss raus

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Thief – warum weniger mehr war

Einer der Urväter moderner Stealth-Spiele ist Thief – The Dark Project (1998), das in Deutschland eingedeutscht als „Dark Projekt – Der Meisterdieb“ veröffentlicht wurde. Es war zwar nicht das erste Spiel dieser Art, aber dennoch so minimal und innovativ, dass es eine Retrospektive wert ist. Gehen wir noch einmal auf Diebestour und erleichtern ein paar Adelige um ihre Pfründe, um zu erkennen, warum gerade dieses Spiel nicht in Vergessenheit geraten sollte.

Dark Project - Der Meisterdieb

Dark Project – Der Meisterdieb

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Silvester im Wandel der Zeit – Rückschau für Böller, Party und Suff

Es gibt Feste und Bräuche, denen man sich schlecht entziehen kann. Wer Fastnacht bzw. Karneval nicht mag, bleibt Rosenmontag daheim und lässt die Flimmerkiste aus. Bei Silvester wird das schon schwieriger. Dass der Name auf Papst Silvester I. († 31. Dezember 335 in Rom) zurückzuführen ist, wissen wahrscheinlich die Wenigsten. Auch nicht so wichtig. Immerhin ist es der letzte Tag im Jahr unseres gregorianischen Kalenders (auch nach einem Papst benannt) und der Tag, der bei uns traditionell lautstark und feuchtfröhlich gefeiert wird. Zeit, diesem kuriosen Brauch eine kleine Retrospektive zu widmen.

Silvester - alle Jahre wieder

31. Dezember 2015 – Silvester lässt grüßen

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Steve Mason – Techno-Ikone der Neunziger

Samstags um das Jahr 1995. Ein Audio-Tape liegt bereit zur Aufnahme und wartet darauf, dass auf BFBS London The Steve Mason Experience gesendet wird. Jene 120 Minuten-Show auf dem Soldatensender, die in Deutschland mehr Zuhörer als auf der Insel hatte. Techno-DJs gab es auch schon damals wie Sand am Meer, aber keiner ist wie Steve Mason so im Gedächtnis hängengeblieben. Denn er hat das vollbracht, woran andere oft gescheitert sind. Seine Mixe waren nicht nur technisch sauber, sie hatten auch alle den berühmten roten Faden. Und das bei den vielen Genres, die er bediente: Techno, Tech House, Progressive, Trance bis hin zu Hardcore und Jungle. Zeit, dieser Koryphäe und seiner legendären Show eine Retrospektive zu widmen.

The Steve Mason Experience on BFBS London

The Steve Mason Experience on BFBS London (1992-2001)

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Telekommunikation im Wandel – von der Postkarte zum Smartphone

Interpersonelle Kommunikation kennt meine Generation noch aus einer Zeit, wo diese fast ausschließlich von Angesicht zu Angesicht stattfand. Telekommunikation (Fernmitteilung) existierte damals nur als Brief, Postkarte sowie als „der Apparat“ – jenes graue Ding von der Deutschen Bundespost mit Wählscheibe und abnehmbaren Hörer, das in der Stube neben einem dicken Wälzer mit Telefonnummern stand. Praktisch, konnte man entfernten Individuen sprachlich eine Statusmitteilung übermitteln – sofern diese sich gerade zuhause befanden. Ansonsten hatte man Pech und musste warten. Mitte der Neunziger machte die Telekom so einen Apparat für den Massenmarkt mobil und die Werbung versprach: „Telly D1 – Kuckst Du Basar, erzählst Du nach Hause!“

Der Telefonapparat für interpersonelle Kommunikation über Distanz

Der Telefonapparat für interpersonelle Kommunikation über Distanz

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Weihnachtsmärkte – Vorglühen bei Erinnerungen, Punsch und Kitsch

Was wäre die Adventszeit ohne einmal über Weihnachtsmarkt zu latschen? Zählt man nicht gerade zu den Weihnachtshassern, geht man jedes Jahr fast schon automatisch hin. Weihnachtsmärkte gehören zur dunklen Jahreszeit einfach dazu, so wie Eis und Freibad zum Sommer. Aber warum eigentlich? Glühwein, Süßkram und überteuerter Nippes allein können es kaum sein. Was zieht dann die Massen jedes Jahr wieder in ein Gewirr aus Holzbuden, Lichtern und angetrunkenen Stimmen? Vielleicht die Erinnerung an eine heile Welt? Genau wie Weihnachten gaukeln Weihnachtsmärkte uns Erwachsenen ein Stück verlorenes Paradies vor. Längst vergangene Zeiten, wo kindliche Unbefangenheit noch nicht mit Alltag und Routine ausgetauscht wurde. Eine unbeschwerte Zeit voller Vorfreude, die am 24. Dezember stets ihren Höhepunkt fand.

Weihnachtsmarkt

Weihnachtsmarkt

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