Welt der Retrospektive

Erinnerung an die Magie der Vergangenheit - wie sie sich gewandelt hat und was heute noch davon übrig ist.

Bremer Straßenbahn damals und heute – Fahrschein lösen zur Vergangenheit

Was waren unsere Verkehrsmittel doch früher umständlich. Die Bremer Busse der Achtziger stanken nach Abgasen, und man musste sich beim Einstieg erst ein paar Stufen hinaufquälen, eine sinnfreie Schranke öffnen, um dann drinnen Platz zu nehmen. Die Straßenbahnen waren nicht viel praktischer. Haben zwar nicht nach Diesel gerochen, aber der Einstieg erforderte immer ein höheres Maß an Geschicklichkeit. Diese Zeiten sind lange vorbei, und das Stadtbild wird heute von modernen, barrierefreien und ökologisch wertvolleren Fahrzeugen bestimmt. Kein Grund also, den veralteten Fabrikaten noch nachzuweinen, oder?

Bremer Straßenbahn damals

Bremer Straßenbahn damals

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Videotheken – aussterbendes Relikt der 80er und 90er

Man kannte sie als bunte Läden mit vielen Regalen voller Filmen. Die Rede ist von Videotheken. In den Achtzigern schossen sie wie Pilze aus dem Boden, hatten bis in die späten Neunziger ihre Blütezeit und begannen dann langsam aber sicher zu sterben. Für die kommende Generation wird eine Videothek genauso ein Archaismus werden wie für die aktuelle Generation die Telefonzelle – oder wie für meine Generation die Milchbar. Zeit für eine kleine Rückschau.

Videotheken - Alles muss raus

Videotheken – Alles muss raus

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Thief – Warum weniger mehr war

Einer der Urväter moderner Stealth-Spiele ist „Thief – The Dark Project“ (1998), das in Deutschland eingedeutscht als „Dark Projekt – Der Meisterdieb“ veröffentlicht wurde. Es war zwar nicht das erste Spiel dieser Art, aber dennoch so minimal und innovativ, dass es eine Retrospektive nun wert ist. Gehen wir noch einmal auf Diebestour und erleichtern ein paar Adelige um ihre Pfründe, um zu erkennen, warum gerade dieses Spiel nicht in Vergessenheit geraten sollte.

Dark Project - Der Meisterdieb

Dark Project – Der Meisterdieb

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Silvester im Wandel der Zeit – Rückschau für Böller, Party und Suff

Es gibt Feste und Bräuche, denen man sich schlecht entziehen kann. Wer Fastnacht und Karneval nicht mag, bleibt einfach Rosenmontag daheim und lässt die Glotze aus. Bei Silvester wird das schon schwieriger. Dass der Name auf Papst Silvester I. († 31. Dezember 335 in Rom) zurückzuführen ist, wissen wahrscheinlich die Wenigsten. Ist auch nicht so wichtig. Immerhin ist es der letzte Tag im Jahr unseres gregorianischen Kalenders (auch nach einem Papst benannt) und der Tag, der bei uns traditionell lautstark und feuchtfröhlich gefeiert wird. Zeit, diesem kuriosen Brauch eine kleine Retrospektive zu widmen.

Silvester - alle Jahre wieder

Silvester – alle Jahre wieder

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Steve Mason – Techno-Ikone der 90er

Samstags um das Jahr 1995. Ein Audio-Tape liegt bereit zur Aufnahme und wartet darauf, dass auf BFBS London The Steve Mason Experience gesendet wird. Jene 120 Minuten-Show auf dem Soldatensender, die in Deutschland mehr Zuhörer als auf der Insel hatte. Techno-DJs gab es auch damals wie Sand am Meer, aber keiner ist wie Steve Mason so im Gedächtnis hängengeblieben. Denn er hat das vollbracht, woran andere oft gescheitert sind. Seine Mixe waren nicht nur technisch sauber, sie hatten auch alle den berühmten roten Faden. Und das bei den vielen Genres, die er bediente: Techno, Tech House, Progressive, Trance bis hin zu Hardcore und Jungle. Zeit, dieser Koryphäe und seiner legendären Show eine Retrospektive zu widmen.

The Steve Mason Experience on BFBS London

The Steve Mason Experience on BFBS London (1992-2001)

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Online-Kommunikation im Wandel – und die Erinnerung an das PinguHuhn-Board

Interpersonelle Kommunikation kenne ich noch aus einer Zeit, wo diese meist von Angesicht zu Angesicht stattfand. Einzige Ausnahme war neben der Postkarte halt „der Apparat“ – jenes klobige Ding mit Wählscheibe, das meist in der Stube neben einem dicken Wälzer mit Telefonnummern stand. Der war praktisch, konnte man entfernten Individuen doch schnell eine Statusmitteilung übermitteln – sofern sie sich zuhause befanden. In den frühen Neunzigern machte man dieses Ding für den Massenmarkt mobil und die Werbung versprach uns „Telly D1 – Kuckst Du Basar, erzählst Du nach Hause“.

Auf dem Schulhof war der Dealer natürlich derjenige, der als erstes ein Handy hatte, und es dauerte nicht lange, bis jede Rotznase damit herumlief. Aber damit hatte die Revolution interpersoneller Kommunikation erst begonnen und neue Kommunikationswege standen bereit. Nur wenige Jahre später war die Welt voll und ganz im digitalen Wandel. SMS-Handys und das Internet betraten die Bühne, es schossen die ersten sozialen Netzwerke aus dem Boden und Web 2.0 wurde zum Schlagwort einer Generation. Bis hin zum Overkill, den man heute erlebt.

Das PinguHuhn.de v2.0 Board (2000-2009)

Das PinguHuhn.de v2.0 Board (2000-2009)

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Retrogressive Sessions – A Retrodelic Flight Back To Square One

Nach mehrmonatiger Abstinenz ist es nun wieder soweit und eine Retrogressive Sessions-Sonderausgabe ist am Start. Nachdem die letzte Ausgabe im Frühjahr sich vornehmlich Hardtrance zwischen 1993 und 1995 widmete, geht es diesmal weit zurück zu den Ursprüngen. Der Fokus liegt auf Material zwischen 1992 und 1993 – jene Ära, die durch ungeheure Kreativität und Aufbruchstimmung viele Klassiker hervorgebracht hat. Eine Zeit weit jenseits der pervertierten Kirmes-Musik, die später als Trance bezeichnet wurde.

[Mixset] Retrogressive Sessions SE4 - A Retrodelic Flight Back To Square One

[Mixset] Retrogressive Sessions SE4 – A Retrodelic Flight Back To Square One

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