Welt der Retrospektive

Erinnerung an die Magie der Vergangenheit - wie sie sich gewandelt hat und was heute noch davon übrig ist.

Rückblick auf die Gegenwart – im Zeitalter des Werbe-Datenmülls

Die Welt in fünfzig oder hundert Jahren. Dieses Thema hat Generationen beschäftigt und jede Epoche hatte ihre eigenen Ideen und Vorstellungen, wie die Welt der Zukunft womöglich ausschaut. Im letzten Jahrhundert stellte man sich schwebende Stadtbahnen, Urlaub auf dem Mond, tragbare Fernsprech­apparate und blecherne Haushalts-Roboter vor. Und gerade im technischen Bereich hat sich tatsächlich vieles realisiert. Über das Internet visionierte Mark Twain bereits 1898, und Stanislav Lem hatte 1961 das E-Book als digitale Variante eines Buches vor Augen.

Nimmt man die prophezeiten technischen Innovationen einmal beiseite, bringt unsere Zeit auch Phänomene mit sich, die kaum jemand in früherer Zeit auf dem Schirm hatte. Dinge, auf die unsere Nachfolger in hundert Jahren vielleicht kopfschüttelnd oder schmunzelnd zurückblicken. Eines dieser Phänomene ist Datenmüll. Und damit ist mehr als die Festplatte mit Schmuddelbildern und Trojanern gemeint.

Willkommen im Zeitalter des Datenmülls

Willkommen im Zeitalter des Datenmülls

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Secret of Mana – zeitloses Märchen, das vieles besser machte

Japanische Rollenspiele auf der 16-Bit-Konsole waren Anfang der Neunziger in Deutschland noch ein Nischenprodukt. Klassiker wie „Final Fantasy VI“ oder „Dragon Quest V“ erschienen hierzulande erst gar nicht. Als Squaresoft dann „Seiken Densetsu 2“ im Westen als Secret of Mana herausbrachte, wurde es in großer Pappbox mit Spieleberater veröffentlicht. Zu groß waren die Zweifel, dass die Spieler mit dem Nippon-Abenteuer ihre Schwierigkeiten hätten. Das war zwar völlig unbegründet, hat aber dazu geführt, dass eine gut erhaltene und vollständige Box mit Modul und Wälzer heute einen Sammlerwert ab 150 Euro aufwärts erreicht. Und es ist ein Vorzeigebeispiel dafür, mit relativ wenig Aufwand einen Meilenstein zu erschaffen. Warum das so ist, und warum im Vergleich dazu viele moderne „Triple-A“-Spiele scheitern, soll etwas näher betrachtet werden.

Secret of Mana (1993) - zeitloser Meilenstein

Secret of Mana (1993) – zeitloser Meilenstein

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Sound of Techno – Metamorphose durch 30 Jahre

„Alle Klänge und Geräusche sind Musik“ – war bereits vor mehr als fünfzig Jahren das Credo des Komponisten Karlheinz Stockhausen, und wurde spätestens in den Siebzigern durch Kraftwerk, den „Beatles der elektronischen Tanzmusik“, salonfähig. Die Idee, Technologie mit Komposition zu verknüpfen, existiert also schon recht lange und brachte in den Achtzigern Stilrichtungen wie Synth-Pop, EBM, Electro und House hervor. Und das, was sich in den frühen Neunzigern unter dem Sammelbegriff Techno durchgesetzt hat, hatte seine Wurzeln in allen genannten Stilarten. Heute, ein Vierteljahrhundert später, gibt es dieses Genre noch immer. Was ist inzwischen aus dem Sound von damals so geworden?

Sound of Techno - Metamorphose durch 30 Jahre

Sound of Techno – Metamorphose durch 30 Jahre

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Babylon 5 – Blick in eine andere Zukunft

Die Science-Fiction-Serie Babylon 5, die in der Zeit von 1995 bis 1999 in Deutschland ausgestrahlt wurde, gab uns sowohl einen ungewöhnlichen Blick in die Zukunft des Fernsehens, als auch auf die der Menschheit. In die Zukunft des Fernsehens, weil hier zum ersten Mal ein gutes Dutzend verschiedener Handlungsstränge aus persönlichen Lastern, intergalaktischen Epen und planetaren Konflikten über fünf Staffeln gespannt wurden. Das gab es in der Form für Science-Fiction-Serien noch nicht.

Babylon 5 (1995-1999) - Blick in die Zukunft

Babylon 5 (1995-1999) – Blick in die Zukunft

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Kino der Achtziger – als Filmtheater noch eine Seele hatten

Größer, lauter und allerlei unnützes Effekt-Beiwerk. So könnte man in einem Satz die Mutation beschreiben, die Filmtheater in den letzten 15 Jahren durchlaufen sollten. Vorbei die Zeit der kleinen Kinos, wo eine Dame per Hand den Vorhang beiseite schob und der analoge 35mm-Projektor im Hintergrund kräftig surrte. Wenn man heutzutage als Unternehmer ein erfolgreiches Kino für die breite Masse führen will, braucht man viel Kapital. Um damit die neuesten Popcorn-Blender einer Horde von Kulturbanausen in großen 3D-Hightech-Palästen prachtvoll servieren zu können. Dass Kino einst ein echtes Kulturgut war, fällt immer schwerer zu glauben. Reisen wir etwas in der Vergangenheit zurück und statten dem Kino von damals einen kurzen Besuch ab.

Kino der Achtziger - als Filmtheater noch eine Seele hatten

Kino der Achtziger – als Filmtheater noch eine Seele hatten

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Blauer Dunst im Wandel der Zeit – als die Kippe noch cool war

Kaum eine andere Angewohnheit hat sich im gesellschaftlichen Stimmungsbild der letzten Jahrzehnte so stark gewandelt wie das Rauchen. Während noch in den Achtzigern Rauchen salonfähig war, in TV-Shows hemmungslos gequalmt wurde, ist heute eher das Gegenteil der Fall: Kippen sind verpönt. Der Zigarettenkonsum hat sich seit 1990 halbiert, und der Trend geht eher nach unten als nach oben. Zeit für eine Retrospektive zu Glimmstängeln, vollen Aschenbechern und mechanischen Zigarettenautomaten, in denen prinzipiell das zweite Geldstück hängenblieb.

Zigarettenautomat in den Achtzigern

Zigarettenautomat in den Achtzigern

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