Welt der Retrospektive

Erinnerung an die Magie der Vergangenheit - wie sie sich gewandelt hat und was heute noch davon übrig ist.

Weihnachtsmärkte – Vorglühen zwischen Erinnerung, Punsch und Kitsch

Was wäre die Adventszeit ohne Weihnachtsmarkt? Zählt man nicht gerade zu den Weihnachtshassern, würde einem sicherlich etwas fehlen. Weihnachtsmärkte gehören einfach dazu, gar nicht mehr wegzudenken. Aber warum eigentlich? Glühwein, Currywurst und überteuerten Nippes findet man woanders auch. Was aber zieht die Massen jedes Jahr wieder in ein überfülltes Gewirr aus Holzbuden, Lichtern und angetrunkenen Stimmen?

Weihnachtsmarkt

Weihnachtsmarkt

Weiterlesen …

Final Fantasy VII – Retro-Rollenspiel und Artefakt der Jugend

Ich kaufte mir 1997 die Sony Playstation. Hauptsächlich wegen eines einzelnen Spiels – hatte für den November extra ein paar Wochen Urlaub genommen. Klingt verrückt, war auch so. Pünktlich zum Release stand ich im Laden, kaufte Final Fantasy VII, schaltete die Türklingel ab und war für die nächsten Wochen nicht erreichbar. Nach Suikoden war dies mein zweites JRPG. Und selbst heute, gut 17 Jahre später, hat es noch immer seinen festen Platz. Es wurde quasi zum Artefakt der späten Jugend. Warum das so ist, und warum für mich nur eine Handvoll Spiele diesen Status haben, will ich nun näher betrachten.

Final Fantasy VII – Retro Rollenspiel und Meilenstein

Final Fantasy VII – Retro Rollenspiel und Meilenstein

 

Weiterlesen …

Aktueller Software Markt – Denkmal für die coolste Spielezeitschrift

Die Jugend vor fast 30 Jahren war hart. Kein Smartphone, kein Internet. Neuigkeiten über Sachen von Interesse musste man über gebündeltes und bedrucktes Papier im Laden erwerben. Diese Objekte nannten sich Zeitschrift – ein Wort, das vielleicht bald den Archaismen zugeordnet wird. Eine dieser sog. Zeitschriften war Aktueller Software Markt, oder kurz ASM. Kostete anfangs um die 6 DM und erschien seit März 1986 monatlich am Kiosk. Der Name war nicht gerade eine Meisterleistung an Kreativität, aber auch hier gilt: „Never judge a book by its cover title“. Damals wurden Anglizismen glücklicherweise noch nicht so inflationär gebraucht. Spätere Zeitschriften nannten sich „Power Play“, „Video Games“ oder „Play Time“ – in Sachen Kreativität nicht viel besser, aber dem Zeitgeist konform.

ASM - Aktueller Software Markt

ASM – Aktueller Software Markt

Weiterlesen …

Classic Trance – zehn unvergessene Klassiker

Zeitlose Musik ist Musik, die nicht nur im Rahmen einer jeweiligen Epoche funktioniert. Und die gibt es natürlich auch bei elektronischer Musik. Die Epoche der Trance-Musik ist längst vorbei. Und was heute als Trance bezeichnet wird, hat mit der ursprünglichen Musik leider nicht mehr viel gemein. Aber das erwähnte ich ja bereits in einem früheren Beitrag zu den Anfängen der Trance-Musik.

Unvergessene Trance Klassiker

Unvergessene Trance Klassiker

Weiterlesen …

Bremer Freimarkt 2014 – Impressionen zwischen Retro und Moderne

Bremen hat mehr zu bieten als man denkt. Neben Stadtmusikanten, Dom und Schnoor gibt es ja noch die „Fünfte Jahreszeit“. Zwei Wochen Freimarkt im Oktober, seit fast 1000 Jahren. Ischa Freimaak! Anfangs um den Dom herum und seit gut 80 Jahren auf der Bremer Bürgerweide. In diesem Jahr ist es zum neunhundertneunundsiebzigsten Mal soweit. Auch wenn der Name kostenlosen Spaß suggeriert, ist natürlich nur der Eintritt zum Festplatz frei. Dieser hat seinen Ursprung im Mittelalter, als Kaufleute ihre Waren zum „Freimarkt“ mal ohne Einmischung der Zünfte anbieten durften. Zu jener Zeit war er noch ein reiner Warenmarkt, erst viel später wurde er zum Volksfest. Im Laufe der letzten hundertfünfzig Jahre wurden dann Gaukler, Quacksalber und Spielleute immer mehr durch Wurstbuden und Karusselle ersetzt.

Bremer Freimarkt

Bremer Freimarkt

Weiterlesen …

Supermärkte – war kurz in der Vergangenheit einkaufen

Für die einen lästig, für andere euphorisierend. Durch und durch alltäglich und meist unvermeidlich: den Bedarf an Lebensmitteln irgendwo einzukaufen. Das war früher nicht viel anders, nur beschränkte sich das Angebot im Vergleich zu heute auf das Nötigste. Der Retro-Supermarkt von vor 30 Jahren war noch alles andere als „super“. Ich erinnere mich an die letzten „Tante-Emma“-Läden und enge Supermärkte mit nur einer Kasse. Klein, beschaulich und persönlich. Man kannte sich und wurde mit Namen begrüßt. Besonderes in Erinnerung das Rattern der Preisauszeichner und das laute Tippen an der Kasse. Barcodes waren Zukunftsmusik.

Wertkauf - Einkaufsrelikt auf großer Fläche

Wertkauf – Einkaufsrelikt auf großer Fläche

Weiterlesen …

Progressive House – Aufstieg und Fall in drei Dekaden

In den Neunzigern hatte ich mit House nicht viel am Hut. Das änderte sich ein wenig, als 1994 aus Großbritannien ein neues Subgenre namens Progressive House zu uns hinüberkam. Bekannt wurde der Terminus 1992, als Dom Phillips für Mixmag seine Eindrücke dieser neuen Form des House beschrieb: „Progressive House we’ll call it. It’s simple, it’s funky, it’s driving, and it could only be British”. Für neue Hypes waren die Engländer ja bekannt. Aber progressiv, also kontinuierlich ansteigend, konnte man die ersten Vertreter dieser Gattung noch nicht so richtig bezeichnen – dazu war meiner Meinung nach noch zu viel House und Dance mit drin. Erst später wurde Progressive House dem Namen wirklich gerecht. Nahm dürstend Elemente der Trance- und Techno-Bewegung auf, wurde dramaturgischer. Die Tracks bauten sich langsam und treibend auf, steigerten sich mit Flächen und dezent eingesetzten Vocals hin zur Ekstase.

Hard Hands - UK Progressive House Label

Hard Hands – UK Progressive House Label

Weiterlesen …