Welt der Retrospektive

Erinnerung an die Magie der Vergangenheit - wie sie sich gewandelt hat und was heute noch davon übrig ist.

Ein Herz und eine Seele – derber Humor aus den Siebzigern

„Das ist Punsch, du dusselige Kuh. Punsch, Punsch, Punsch!“ – einer von Alfred Tetzlaffs bekanntesten Wutausbrüchen, die jedes Jahr mit traditioneller Wiederholung der Silvesterfolge von Ein Herz und eine Seele ausgestrahlt werden und nach über vierzig Jahren noch immer für Lacher sorgen. Daneben gibt es mit der Rosenmontagsfolge und dem „Besuch aus der Ostzone“ zum 3. Oktober zwei weitere Folgen, die regelmäßig wiederholt werden. Will man auch die restlichen 24 Episoden der von 1973 bis 1976 produzierten Fernsehserie noch einmal erleben, bietet sich der Kauf der DVD-Komplettbox an, um die volle Dröhnung Siebziger durch eine der ungewöhnlichsten deutschen Fernsehserien zu erfahren. Blicken wir zurück auf ein Stück Fernsehgeschichte.

Ein Herz und eine Seele - TV-Geschichte aus den Siebzigern

Ein Herz und eine Seele – TV-Geschichte aus den Siebzigern

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Alte Kirchen – warum sich nicht nur zur Weihnachtszeit ein Besuch lohnt

Weihnachten steht vor der Tür und in den Kirchen ist es voller als sonst. Nicht nur mit beitragspflichtigen Kirchenmitgliedern, auch mit Konfessionslosen, von denen um die acht Prozent zur Weihnachtszeit in eine Kirche pilgern. Das wären gut zweieinhalb Millionen Deutsche, die trotz fehlender Kirchenzugehörigkeit für sich selber oder der Kinder wegen in der weihnachtlichen Jahreszeit etwas Kirchenflair atmen wollen. Dabei stehen viele Kirchen außerhalb der Gebetszeiten das ganze Jahr für jedermann offen, nur verirrt sich außer Touristen selten jemand, dem es primär um den Ort und weniger um die Institution geht. Zeit, eine Lanze zu brechen für die betagten Relikte unserer abendländischen Kultur.

Faszination alte Kirche (Mainzer Dom)

Faszination alte Kirche (Mainzer Dom)

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Das „B-Tape“ – Wiederbelebung eines alten Mixtapes

Unter allen ausgegrabenen Mixtapes meiner Jugend existiert eines, dessen Wiederentdeckung mir größte Freude bereitet hat. Es wurde damals rauf und runter gehört und hat mich vor gut vier Jahren wieder dazu gebracht, aktiv Musik abzumischen. Warum das so ist, und wie ich dieses alte Mixtape wiederbeleben will, soll diese Retrospektive zeigen.

Das B-Tape - Wiederbelebung eines Mixtapes

Das B-Tape – Wiederbelebung eines Mixtapes

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Bargeld im Wandel – als das Portemonnaie noch voller Papier war

Neue Marotten fallen einem meist durch Zufall auf. Und dann wundert man sich, wie sich eigenes Verhalten in den letzten Jahren schleichend verändern konnte, ohne dass man es selber richtig mitbekam. So stolperte ich vor kurzem darüber, dass ich schon lange kein Bargeld mehr nutze. Oder besser gesagt, fast kein Bargeld. Der Euro für den Einkaufswagen ist das letzte Relikt in meinem Portemonnaie, das von längst vergangener Zeit zeugt. Und da stellt sich die Frage, ob eine klassische Geldbörse für mich überhaupt noch sinnvoll ist. Warum das so ist, und ein paar Erinnerungen an die alte D-Mark, soll diese Retrospektive bieten.

1000 DM Schein (1964) - Abbildung von Johannes Scheyring (†1516)

1000 DM Schein (1964) – Abbildung von Johannes Scheyring (†1516)

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Freimarktsumzug – Wiederbesuch nach 25 Jahren

Festliche Brauchtümer wie Umzüge und Prozessionen sind eigentlich nicht so mein Fall. In meinem rheinhessischen Exil habe ich nur ein einziges Mal den Mainzer Rosenmontagszug mitgemacht, der ja zum Pflichtprogramm der Ansässigen gehört. Dabei zählen Paraden, Aufmärsche und Prozessionen seit gut 1000 Jahren zu den deutschen Bräuchen und sind fest im Kulturgut verwurzelt. Beim Besuch meiner Heimatstadt im Oktober fiel mir auf, dass ich den Bremer Freimarktsumzug seit 1993 nicht mehr besucht hatte. Als Kind war ich regelmäßig dort. Um nicht ganz als Kulturbanause dazustehen, beschloss ich, dieses Jahr mal wieder hinzugehen und Eindrücke zu sammeln.

Freimarkt und Freimarktsumzug (2018)

Freimarkt und Freimarktsumzug (2018)

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Might and Magic VI – RPG-Kult aus längst vergangenen Tagen

Ich erinnere mich gut an den Frühherbst vor 20 Jahren. Hatte in diesen jungen Jahren beschlossen, für ein Jahr oder länger mal auszusteigen und allen Zwängen üblicher Gesellschafts- und Erwerbspflicht was zu grinsen. Der Entschluss dazu kam ein paar Wochen vorher in Paris, abends beim Spazierengehen durch La Défense, in einem Moment der Klarheit – ähnlich dem von Jules Winnfield in „Pulp Fiction“, … nur ohne Muffin.

So beschloss ich also für eine Zeit lang Penner Aussteiger zu werden. Das finanzielle Polster war vorhanden, und es fehlte nur noch ein passendes PC-Rollenspiel zum Abdriften in fremde Welten. Das stolperte mir mit Might and Magic VI – The Mandate of Heaven eher zufällig über den Weg. Es war mein erstes Spiel dieser Reihe, und es katapultierte sich wie kein anderes in die Ruhmeshalle meiner Allzeit-Favoriten.

Might and Magic VI - The Mandate of Heaven (1998)

Might and Magic VI – The Mandate of Heaven (1998)

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